Spatenstich für neues Wasserstoffquartier in Kaisersesch
Energiewende mit „SmartQuart“
Kaisersesch. „Ideenwende für eine Energiewende“ nennt es Dr. Stefan Küppers, Technikvorstand Westenergie AG und Vorsitzender des politischen Beirats „SmartQuart“ bei seinen Begrüßungsworten. Er ist bereits im Besitz eines zweiten mit Wasserstoff betriebenen Autos, das nicht nur in fünf Minuten vollgetankt ist, sondern seinen Angaben zufolge damit auch eine Reichweite von 600 Kilometern hat. Küppers stellte die Realisierung und Funktion des Reallabors „SmartQuart“ nebst seiner Bedeutung für die Verbandsgemeinde sowie die Region vor und zeigte dessen zukünftige, unter anderem auch wirtschaftlichen Vorteile, wie beispielsweise im Hinblick auf die regionale Mobilität auf. Hiervon könnten künftig auch Bus und Bahn profitieren. Bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff als der ideale Energieträger für Klima- und Umweltschutz will man so ab sofort am Standort Kaisersesch Betriebserfahrung in großem Stil sammeln und laut Aussagen der Kaisersescher Westnetz GmbH-Quartiersleitung mit Mirko Gronert und Tom Schulte 400 Kilogramm Wasserstoff am Tag produzieren. Herzstück des Projektes ist dabei ein Elektrolyseur samt Pipeline. Die benötigte Infrastruktur für die Stromversorgung steht bereits, und man rechnet mit der Fertigstellung des Wasserstoffquartiers „SmartQuart“ Anfang nächsten Jahres. Bürgermeister Albert Jung hatte zum symbolischen Spatenstich unterhalb des Verwaltungsgebäudes der Verbandsgemeinde (Am Römerturm) eingeladen, wo die Stadt Kaisersesch ein geeignetes Areal für den Bau zur Verfügung gestellt hat. Hier konnte er bei großem Medieninteresse überdies Landrat Manfred Schnur, Karl-Heinz Berg, 1. Beigeordneter Stadt Kaisersesch, Dr. Sahra Vennemann, Projektleiterin SmartQuart E.ON SE, Jean-Pierre Vial, Product Owner Fuel Cells & Hydrogen Viessmann, Vincent Ruf, Projektleiter Hydrogenious LOHC Technologies GmbH, Julius Holsten, Sales & Project Manager Elogen GmbH, die Landtagsabgeordneten Anke Beilstein und Benedikt Oster, sowie zahlreiche Offizielle aus der Verbandsgemeinde begrüßen. Im Rahmen ihrer Grußworte zeigten sich auch Kreischef Manfred Schnur und Bürgermeistervertreter Berg erfreut über die bevorstehende Realisierung des „SmartQuart-Projektes“ in Kaisersesch, das mit weiteren Standorten in Deutschland in Sachen Klima- und Umweltschutz, passend zum angestrebten Null-Emissions-Landkreis Cochem-Zell, sicherlich alsbald Geschichte schreiben wird. So sieht sich der Kreis, laut Manfred Schnur, als Partner des Projektes und Bürgermeister Albert Jung bezeichnet es als wertvolles Projekt mit Leuchtturmcharakter nicht nur für Rheinland-Pfalz, sondern für ganz Deutschland. So ist „SmartQuart“ ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördertes Projekt. Ein Konsortium aus elf Partnern will mit „SmartQuart“ als „Reallabor der Energiewende“ zeigen, dass eine nahezu klimaneutrale Energieversorgung auf Quartiersebene möglich ist. In den drei Quartieren der Städte Essen und Bedburg in Nordrhein-Westfalen sowie Kaisersesch in Rheinland-Pfalz, werden dementsprechend innovative Technologien unter Einbeziehung der Gesellschaft realisiert und auf Wirtschaftlichkeit und Akzeptanz untersucht. Dabei werden die unterschiedlich dicht besiedelten Quartiere jeweils in sich selbst und miteinander vernetzt. So können sie sich im systemischen Verbund nachhaltig, wirtschaftlich und energetisch ergänzen. Durch diese Abbildung von für Deutschland typischen Arealen sind die Energielösungen in naher Zukunft auch auf andere Quartiere übertragbar. In allen drei genannten Stadtquartieren beteiligen sich Bewohner, Energieversorger sowie lokale Technologieanbieter an der Umsetzung von „SmartQuart“. Projektpartner sind neben der Verbandsgemeinde Kaisersesch noch E.ON SE, E.ON Energy Solutions GmbH, gridX GmbH, Hydrogenious LOHC Technologies GmbH, die RWTH Aachen University, die Stadt Essen, die Stadt Bedburg sowie Viessmann Werke GmbH & Co. KG. Assoziierte Partner sind die RWE Power AG und die H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co. KG. Die E.ON SE leitet das Projektkonsortium. BM Jung bedankte sich abschließend bei der Stadt Kaisersesch, dass man das Herzstück des Projektes auf deren Gemarkung unterbringen durfte. TE
Dr. Stefan Küppers (Westenergie AG) stellte die Realsierung von SmartQuart, dessen Bedeutung und Möglichkeiten vor.
Bürgermeister Albert Jung bedankte sich bei der Stadt Kaisersesch für die Bereitstellung eines Areals in deren Gemarkung.
