Neuwieder Bürgerliste fordert mehr Beteiligung beim Umbau des Germaniaplatzes
Entscheidung im Stadtrat für Pumptrack und Skaterpark zu früh
Neuwied. In der Stadtratssitzung am 4. Februar soll unter anderem über die Umgestaltung des Germaniaplatzes entschieden werden. Im Vorfeld führte die Bürgerliste Neuwied eine Ortsbesichtigung durch und sprach mit Beteiligten. Dabei stellte sich heraus, dass weder mit den Jugendlichen im Quartier noch mit den betroffenen Anwohnern bisher über das Projekt gesprochen wurde. Selbst der Jugendbeirat der Stadt wurde erst sehr kurzfristig um eine Stellungnahme gebeten.
Die Planung, den jetzigen, nicht mehr bespielbaren Hartplatz zu einem interkulturellen Begegnungs- und Integrationsort umzugestalten, wird sich positiv auf das ganze Quartier auswirken und wird deshalb auch von der Bürgerliste ausdrücklich unterstützt. Mit der Planung bewirbt sich die Stadt beim Land um ein förderfähiges Sonderprogramm. Darin vorgesehen sind bisher ein Jugendfußballspielfeld aus Kunstrasen, das für Ligaspiele bis einschließlich der D-Jugend genutzt werden könnte sowie ein Soccerfield (Fußballminispielfeld) und ein Bewegungsparcour mit entsprechenden Geräten. Der von der Verwaltung entworfene und in verschiedenen Ausschüssen vorgestellte Plan wurde bisher immer als Vorschlag dargestellt, der sich erst nach Zusage der Fördermittel konkretisieren würde. Für die kommende Stadtratssitzung liegt allerdings auch ein Antrag der Papaya-Koalition vor, ein Pumptrack sowie Elemente eines Skaterparks in den Umbau zu integrieren, womit die Gestaltungsmöglichkeiten bereits ausgeschöpft wären. „Die Ideen zur Planung des Germaniaplatzes sollte nicht jetzt bereits im Stadtrat festgeklopft werden, ohne vorher die Bewohner des Quartiers und den Jugendbeirat ausführlich gehört und eingebunden zu haben.“ empfiehlt Dr. Jutta Etscheidt als Fraktionsvorsitzende der Neuwieder Bürgerliste. „Bürgerbeteiligung war uns schon immer sehr wichtig. Sie sollte stattfinden, bevor Entscheidungen im Stadtrat getroffen werden“, fügt sie hinzu und fährt fort: „Dass dem Förderantrag eine Projektbeschreibung beigefügt werden muss, ist verständlich. Die Entscheidung über die einzelnen Elemente müssen allerdings bis nach der Bürgerbeteiligung warten.“ Da von einem Pumptrack und von Skaterelementen nicht unerhebliche Lärmpegel ausgehen, sind natürlich auch Lärmimmissionen und eventuelle Lärmschutzmaßnahmen zu prüfen, bevor über eine solche Anlage abschließend entschieden werden kann.
Pressemitteilung
der Bürgerliste Neuwied
