Landesregierung kippt Ausbau der A61 in Swisttal
Enttäuschung in der Region
SPD: Was wird aus Lärmschutz, Verkehrsentlastung und Ortsumgehung Miel?
Swisttal. Die Enttäuschung in Meckenheim, Rheinbach und Swisttal ist groß, nachdem die schwarz-gelbe Landesregierung den Ausbau der Autobahn 61 zwischen den Kreuzen Meckenheim und Bliesheim gekippt hat. „Eine traurige Fehlentscheidung der Landesregierung und ein schwerer Schlag für den neuen CDU-Landtagsabgeordneten und Verkehrsexperten Oliver Krauß“, nennt es der Swisttaler SPD-Vorsitzende Tobias Leuning. In Swisttal waren große Hoffnungen mit dem Ausbau der Autobahn verbunden, beispielsweise auf modernsten Lärmschutz für Wohngebiete in Heimerzheim und Ollheim. Weniger Staus auf der Autobahn hätten auch weniger Ausweichverkehr in Morenhoven, Dünstekoven und Heimerzheim bedeutet. „Am drängendsten ist aber die Frage, was nun aus der Ortumgehung der B56 in Miel werden soll. Ortsumgehung der Bundesstraße und Ausbau der Bundesautobahn wurden bisher immer zusammen gedacht. Nördlich von Miel sollte eine neue große Kreuzung entstehen. Ob und wie dies nun zeitlich getrennt voneinander erfolgen kann - diese Fragen muss Krauß nun zeitnah beantworten“, fordert Leuning.
Im Herbst hatte die Bundesregierung den Ausbau der A61 und die Ortsumgehung Miel als „vordringlichen Bedarf“ in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Dafür hatte sich der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Hartmann, der sich die Verkehrs- und Lärmsituation in Miel mehrfach vor Ort angeschaut hatte, im Verkehrsausschuss stark gemacht. Im nun von Landesverkehrsminister Wüst (CDU) veröffentlichten „Masterplan“ der Landesregierung, der Projekte an Bundesautobahnen und –fernstraßen priorisiert, fehlt der Ausbau der A61 im Rhein-Sieg-Kreis völlig.
Pressemitteilung der SPD Swisttal
