Politik | 26.09.2018

FBL Remagen - Hochwasserschutzkonzept

Enttäuschung über Gutachten

Gutachter und Wasserbauingenieur Dr. Wegener präsentierte Hochwasserschutzkonzept

Remagen. Mit Spannung und einer hohen Erwartungshaltung waren viele Bürger vorwiegend aus Oedingen, Unkelbach und Bandorf zu der öffentlichen Veranstaltung in die Mehrzweckhalle Unkelbach zur Präsentation des Hochwasserschutzkonzeptes durch den Gutachter und Wasserbauingenieur Dr. Wegener gekommen.

Hatte doch die Verwaltung im Hinblick auf Maßnahmen gegen die Folgen von Starkregenereignissen in Unkelbach und Oedingen auf die Ergebnisse dieses Gutachtens verwiesen.

Alten Wein in neuen Schläuchen

Nach relativ kurzer Zeit wurde den Zuhörern, die von den Folgen der Starkregenereignisse 2010, 2013 und zuletzt 2016 teilweise massiv betroffen waren, klar, dass das mit der Erstellung des Gutachtens beauftragte Ingenieurbüro überwiegend leider nur alten Wein in neuen Schläuchen darbieten konnte.

Während nicht alle, bereits in 2016 von engagierten Bürgern und vom sach- und ortskundigen ersten Vorsitzenden der Kreis-FWG Jochen Seifert vorgeschlagenen Maßnahmen vom Ingenieurbüro Fischer übernommen wurden, zeigte der Abend jedoch auch in Teilen keine Übereinstimmung zu den von der Starkregen-AG für die Oedinger Ortslage angedachten Maßnahmen. Und die insbesondere von Unkelbachern Bürgern und von Seifert u. a. immer wieder ins Gespräch gebrachten Regenwasserrückhaltebecken wurden vom Gutachter als nicht sinnvoll und unwirtschaftlich infrage gestellt. Der Unkelbacher Ortsvorsteher und zugleich Ratsmitglied Egmond Eich zeigte sich in hohem Maße enttäuscht und erwartet eine schnellstmögliche Nachbesserung.

Das Gutachten ist nicht in Stein gemeißelt

„Die Ergebnisse des Gutachtens fügen den Vorschlägen von sach- und ortskundigen Bürgern eigentlich nichts mehr hinzu“, so Wilfried Humpert, der 1. Vorsitzende der FBL. „Schade, dass viel wertvolle Zeit ungenutzt verstrichen ist.

Die Politik hatte wiederkehrend die Offenlage des Gutachtens gefordert. Dass es nahezu zwei Jahre bedurfte, um Vorschläge engagierter Bürger durch ein Gutachten in Teilen bestätigen zu lassen, ist eigentlich ein Armutszeugnis.

Erfreulich indes, dass unsere neuer Bürgermeister Björn Ingendahl das Gutachten als nicht in Stein gemeißelt bewertet und insbesondere die Frage der Sinnhaftigkeit von Regenwasserrückhaltebecken mit Bürgern, dem Ortsbeirat Unkelbach und Experten zeitnah besprechen möchte“, so Humpert weiter.

Bleibt zu hoffen, das scheinbar verloren gegangenes Vertrauen in die entschlossene Handlungsbereitschaft von Entscheidungsträgern zurückgewonnen werden kann. Pressemitteilung

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