Politik | 15.05.2017

Tag der Städtebauförderung von Bund, Ländern und Gemeinden

Entwicklung auf der Sayner Hütte

Bürgerveranstaltung in der neuen Krupp’schen Halle in Sayn

Bendorf. Der „Tag der Städtebauförderung“ ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund. Er fand in diesem Jahr deutschlandweit zum dritten Mal statt, auch Bendorf beteiligte sich wieder, erhält die Stadt doch seit Jahren nicht unerhebliche Mittel durch die Städtebauförderung.

Die Stadtverwaltung hatte die Bürger vergangenen Samstag zu einer Veranstaltung in das neue Besucherzentrum auf dem Denkmalareal Sayner Hütte, die Krupp’sche Halle eingeladen. Die Sayner Hütte wird durch das Land Rheinland-Pfalz und die Bundesrepublik Deutschland durch bedeutende Mittel der Städtebauförderung in die Lage versetzt, umfangreiche Sanierungsarbeiten durchzuführen. Den Tag des Städtebaus nahm die Stadt daher gerne zum Anlass, der Öffentlichkeit die Entwicklungen auf dem Denkmalensemble Sayner Hütte vorzustellen, das Erreichte zu präsentieren und die geplanten Projekte auf dem Hüttengelände näher zu bringen.

In seiner Rede vor den interessierten Bürgern unterstrich der Erste Beigeordnete der Stadt, Bernhard Wiemer die entscheidende Bedeutung der Aufnahme der Sayner Hütte in das Bund-Länder-Programm „Historische Stadt – Städtebaulicher Denkmalschutz“ im Jahre 2010. Wiemer: „Das unterstreicht die Bedeutung, die diesem Denkmal zuerkannt wird und zeigt das hohe Interesse am Erhalt und an der Revitalisierung dieses einzigartigen Ensembles. Seitens des Bundesbauministeriums wurde die Sayner Hütte nämlich als eines der 24 Nationalen Projekte des Städtebaus jetzt schon zum zweiten Mal anerkannt, übrigens als einziges Projekt im Land Rheinland-Pfalz. Gerade am heutigen Tag der Städtebauförderung muss noch einmal darauf hingewiesen werden, dass die Sayner Hütte tatsächlich das Potential hat, zu einem herausragenden Beispiel für die Stadtentwicklung, für den Städtebau und für den hohen Wert der Industriekultur zu werden. Die Investitionen werden wirtschaftlich und ideell reiche Früchte tragen, worauf schon jetzt die steigenden Besucher- und Übernachtungszahlen hinweisen.“

Auch Werner Prümm, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung der Stadt Bendorf und Geschäftsführer der Stiftung Sayner Hütte wies darauf hin, dass die Städtebauförderung eine der wichtigsten Säulen in der Finanzierung des Projektes Sayner Hütte ist. Nach seinen Ausführungen sind in das Projekt Investitionen von insgesamt 16.640.000 Euro geplant. Davon sind seit 2004 bis heute bereits 9 Mio. Euro investiert worden, eine sichere Finanzierung für Investitionen von heute bis zum Jahre 2021 von weiteren 7,64 Mio. Euro liegt vor. Die Beträge setzen sich zusammen aus Fördermittel des Landes in Höhe von 7.895.000 Euro und des Bundes von 4.380.000 Euro. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fließen 283.000 Euro, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein mbH fördert das Projekt mit 1.210.000 Euro und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit 121.000 Euro. Der Freundeskreis Sayner Hütte e.V. stellt eine Fördersumme von 20.000 Euro zur Verfügung und die Stadt Bendorf investiert Mittel in Höhe von 2.731.000 Euro. Die Gesamtinvestitionen von 16.640.000 Euro werden danach alleine mit 10 Mio. Euro von der Städtebauförderung bezuschusst.

Anschließend stellte Thoma Steinhardt vom Architekturbüro Heinrich+Steinhardt in einem anschaulichen und kurzweiligen Diavortrag die nächsten Entwicklungsschritte auf dem Denkmalareal Sayner Hütte vor, unter anderem die Sanierung des Hochofengebäudes, einer Inszenierungsplanung des Hochofengebäudes mit Übergängen zur Gießhalle, dem Innenausbau des Arkadengebäudes und einer Platzsanierung auf dem Hüttengelände.

Nach einer Geländebesichtigung klang die interessante Veranstaltung bei guten Gesprächen und freundlicher Bewirtung durch den Freundeskreis Sayner Hütte e.V. langsam aus.

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