CDU-Ortsverband Heimerzheim
Equipment und Engagement der Mitarbeiter beeindruckten
Besuch der neuen Rettungswache im Rahmen der Reihe „Mit uns unterwegs“
Heimerzheim. „Die Heimerzheimer können stolz auf ihre neue Rettungswache sein“, mit diesen Worten begrüßte Rainer Dahm, Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz, die über 20 Teilnehmer, darunter Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner. Sie alle waren zur Besichtigung der neuen Rettungswache gekommen. Der CDU-Ortsverband Heimerzheim hatte im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Mit uns unterwegs“ dazu eingeladen.
Zunächst gab Rainer Dahm einen Überblick über die Struktur des Rettungsdienstes. Die Trägerschaft für die Rettungswache liegt beim Rhein-Sieg-Kreis, der Betreiber ist das DRK.
Zunahme der Einsätze
Der Neubau der Rettungswache in Heimerzheim war unter anderem auch erforderlich, weil die Einsätze im Rhein-Sieg-Kreis erheblich zugenommen hatten. Sie stiegen von 33.000 im Jahr 2008 auf 53.000 im Jahr 2018, was eine 64-prozentige Steigerung bedeutet. Auch die Einsätze der Notärzte erhöhten sich in dem gleichen Zeitraum von 15.000 auf 22.000 Einsätze. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Rettungswache in der Schützenstraße reichten für die Bewältigung dieser erhöhten Anforderungen nicht mehr aus und das technische Equipment verlangte nach einer Modernisierung.
Großes Einsatzgebiet
Das Einsatzgebiet der Heimerzheimer Rettungswache umfasst die Gemeinde Swisttal mit Ausnahme von Odendorf und Morenhoven, aber auch den Abschnitt der A 61 bis zur Anschlussstelle Weilerswist bzw. in Gegenrichtung bis zur Raststätte Peppenhoven.
Anschließend berichtete der Leiter der Rettungswache, Andreas Weiß, über die Organisation der Rettungswache. 14 hauptamtliche Mitarbeiter sind in der Rettungswache beschäftigt. Sie sorgen dafür, dass die „Hilfsfrist“ von zwölf Minuten, also die Zeit von der Alarmierung am Einsatzort bis zum Eintreffen des Rettungsfahrzeugs eingehalten wird. Die Alarmierung der Rettungswache erfolgt durch die Rettungsleitstelle in Siegburg. Dort laufen die Anrufe unter 112 auf.
Die Teilnehmer zeigten während der Diskussion ein besonderes Interesse für die Ausbildung der im Rettungswesen tätigen Mitarbeiter. Bei der Heimerzheimer Rettungswache sind alle Mitarbeiter Bedienstete des Deutschen Roten Kreuzes.
Rettungswache bildet aus
Der stellvertretende Leiter berichtete, dass die Rettungswache den Status einer Lehrrettungswache hat. Sechs Auszubildende sind zurzeit im Einsatz. Als Berufsbild gibt es den Rettungshelfer, den Rettungssanitäter und den Notfallsanitäter. Voraussetzung ist jeweils der Abschluss der Sekundar- bzw. Realschule. Für den Notfallsanitäter ist ein dreijähriger modularer Studiengang erforderlich. Er schließt mit dem staatlich geprüften Notfallsanitäter ab. Die Praxismodule werden unter anderem in der neuen Rettungswache durchgeführt. Die Bewerbung erfolgt auch über die Rettungswache.
Auch die aktuelle Diskussion in der Öffentlichkeit über den mangelnden Respekt gegenüber Rettungskräften war ein wichtiges Thema. Die Referenten berichteten von zunehmenden Vorfällen mit Tätlichkeiten und Beleidigungen während ihrer Einsätze. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Akzeptanz der Rettungskräfte und der Sicherheitskräfte insgesamt unerlässlich ist, damit sie auch ohne Gefährdung für ihre Gesundheit und ihr Leben ihren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten können.
Bei dem anschließenden Rundgang waren die Teilnehmer vor allem von den Rettungs- bzw. Krankenwagen beeindruckt. Der Krankenwagen ist im Gegensatz zum Rettungswagen nur zur Beförderung, zum Beispiel von Dialysepatienten, geeignet. Bei Schlaganfall- oder Herzinfarktpatienten wird der Rettungswagen eingesetzt, weil nur diese Fahrzeuge mit den erforderlichen medizinischen Geräten ausgestattet sind. Die Kosten für einen Rettungswagen belaufen sich auf ca.180.000 Euro. Zum Abschluss bedankte sich Hanne Kirleis, die Organisatorin dieses Besuchs, bei den Vertretern des DRK mit den Worten, dass der Besuch den Vorstellungen voll entsprochen habe. Dazu hätten auch die Teilnehmer durch ihr Engagement bei der Diskussion beigetragen.
Der nächste Termin im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mit uns unterwegs“ wird die Besichtigung der Burg Heimerzheim am 30. November sein.
Pressemitteilung des
CDU-Ortsverbands Heimerzheim
