Politik | 05.02.2020, 12:04 Uhr

UWG-Initiative im Planungs- und Umweltausschuss erfolgreich

Erstmalig geförderter Wohnungsbau in Wachtberg

Wachtberg. Dem Antrag der UWG, den geförderten Wohnungsbau in Wachtberg zu stärken und dadurch der gesteigerten Wohnraumnachfrage in diesem Segment nachzukommen sowie breiten Einkommensschichten bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen, hat der zuständige Ausschuss in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Damit entsteht erstmalig in der Gemeinde ein neues Baugebiet, das verbindlich mindestens 20 Prozent geförderten Wohnraum für Personengruppen bereithält, die sich ansonsten nicht aus eigener Kraft am Markt angemessen mit Wohnraum versorgen können. Die staatliche Wohnraumförderung ermöglicht sowohl die Bereitstellung preiswerter Mietwohnungen als auch die Möglichkeit, mit staatlichen Zuschüssen ein Eigenheim zu bauen, insbesondere für Familien mit Kindern. Die UWG hatte den Antrag im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes „Brunnengarten/ Burg Odenhausen“ in Berkum (hinter „Schneiders Obsthof“) eingebracht. Die Initiative hatte das Ziel, das Angebot an bedarfsgerechtem, preisgünstigem und qualitätsvollem Wohnraum in Wachtberg zu erhöhen. „Gerade in Zeiten stark angespannter Wohnungsmärkte und steigender Mieten bietet das geplante Areal beste Voraussetzungen, ein sozial ausgewogenes Quartier mit anteiligem gefördertem Wohnungsbau zu ermöglichen“, so der UWG-Fraktionsvorsitzende Joachim Mittweg.

Integration durch Wohnraum

Die Profilierung Wachtbergs in der Region als hochwertiger Wohn- und Wirtschaftsstandort mit besonderer Gewichtung von Freizeit und Naherholung und die Nähe zu Bonn hat zweifellos eine anziehende Wirkung. Diese Entwicklung hat die Nachfrage nach Wohnraum in der Gemeinde insgesamt verstärkt. Die in den letzten Jahren entstandenen Bauvorhaben waren Folge dieser Bedarfszunahme. Verstärkte Nachfrage und die Zinsentwicklung haben den Wohnungsmarkt zunehmend zu einem Anbietermarkt gemacht und damit den Preis für Wohnraum steigen lassen. Damit besteht die Gefahr, dass Besserverdienende diejenigen verdrängen könnten, die sich Wohnraum zu diesen Preisen nicht leisten können. Für Bürger mit einem durchschnittlichen oder niedrigeren Einkommen wird das zu einem großen Problem. Der starke Zuzug von Flüchtlingen und ihre Integration in die Gesellschaft fordern die Wohnungswirtschaft und die Wohnungspolitik zusätzlich heraus. Der Fraktionsvorsitzende Joachim Mittweg betont: „Der UWG ist der gesellschaftliche und soziale Zusammenhalt in unserer Gemeinde wichtig. Auch junge Familien mit mehreren Kindern müssen sich Wohnen in Wachtberg leisten können. Die zunehmende Alterung der Bevölkerung und der demografische Wandel insgesamt haben ebenfalls Auswirkungen auf den Wohnraumbedarf. Was wir brauchen, ist eine stärkere soziale Wohnbauförderung und damit mehr Wohnungsangebote.“ Die UWG wird sich auch zukünftig dafür einsetzen, bezahlbaren Wohnraum für breite Einkommensschichten in Wachtberg zu ermöglichen. Pressemitteilung

Unabhängige Wählergemeinschaft Wachtberg

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