Informationsstände der Remagener Grünen
Europa und Verkehrsprobleme standen im Mittelpunkt
Remagen. Mit einem Informationsstand in der Remagener Fußgängerzone haben die Grünen den Kommunal- und Europawahlkampf in der Römerstadt kürzlich eröffnet. Eigentlich stand das Programm der Grünen zur Kommunalwahl im Mittelpunkt des Angebots an Informationsmaterial. Heftige Diskussionen gab es allerdings mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern vor allem zu einem europäischen Thema: dem geplanten Freihandelsabkommen mit den USA.
So wurde deutliche Kritik an den deutlich niedrigeren US-Lebensmittelstandards geäußert und der drohenden Möglichkeit, dass diese durch das Abkommen auch in Europa gelten könnten. So sei die Bestrahlung von Lebensmitteln, die Produktion von Fleisch unter Hormon- und Antibiotikaeinsatz oder die Chlorierung von Tiefkühlhühnern in den USA erlaubt, in Europa jedoch bisher streng verboten.
Für die Grünen unterstützten die anwesenden Stadtratsmitglieder Karin Keelan, Frank Bliss und Antonio Lopez diese Kritik. So seien die Grünen im Europaparlament derzeit als einzige Fraktion bemüht, das Abkommen mit den USA grundsätzlich zu verhindern. Gleichzeitig wollten die Grünen ihre Gegnerschaft zu dem Ankommen mit den USA aber nicht als Abrechnung mit Europa verstanden wissen. „Ein vereintes, friedliches Europa ist ein real gewordener Traum“, betonte in diesem Zusammenhang Antonio Lopez. „Dass ich als Spanier in Remagen als Ortsvorsteher kandidieren kann oder dass nach 100 Jahren der Kriege Frankreich und Deutschland heute engste Verbündete sind mit über 2.200 Städtepartnerschaften, ist eine Errungenschaft, die wir uns noch vor wenigen Jahrzehnten niemals hätten erträumen können“.
Natürlich kamen auch einige Remagener Themen zur Sprache. So beschwerten sich Anwohner über den trotz unzähliger Initiativen anhaltenden Bahnlärm und die Unzahl von Rasern auf der B9 oder aus dem Jugendbereich kam die Anregung, in der Innenstadt doch einen Bolzplatz für Kinder zur Verfügung zu stellen.
Umgekehrt gab es auch viel Lob vor allem von auswärtigen Besuchern für Remagen, etwa zur Rheinpromenade. Zur Fortsetzung des Dialogs mit den Bürgerinnen und Bürgern kündigten die Grünen weitere Infostände in der Fußgängerzone jeweils samstags von 10 bis 13 Uhr an.
Pressemitteilung Fraktion
Bündnis90/Die Grünen im Rat
der Stadt Remagen
