Politik | 19.06.2017

Kinderhort in Bendorf soll geschlossen werden

FDP hat kein Verständnis für „Hau-Ruck“-Prozedere

Am Wohl der Kinder sollte zu allerletzt gespart werden

Bendorf. Nach über 20 Jahren erfolgreichem Wirken soll der Kinderhort im „Haus des Kindes“ in Bendorf demnächst geschlossen werden.

Dies teilte der Bürgermeister Michael Kessler (CDU) überraschend mit. Inzwischen gibt es gegen diese offensichtlich ziemlich kurzfristig getroffene Entscheidung, die dem zuständigen Ausschuss nur drei Tage zuvor zugegangen war, heftigen Widerstand, vor allem durch den Elternausschuss. Aber auch die Bevölkerung hat hierfür keinerlei Verständnis.

Die FDP Bendorf hat ebenso keinerlei Verständnis für ein derartiges „Hau-Ruck“ Prozedere und meint, dass eine derartige Einrichtung, die dem Wohle unserer Kinder dient, zu allerletzt zum Einsparobjekt des städtischen Haushaltes heran gezogen werden sollte. Ganz im Gegenteil! Nach wie vor besteht in Bendorf z.B. ein Mangel an Kita-Plätzen für bis dreijährige Kinder – trotz Rechtsanspruch –, obwohl der FDP auf Rückfrage bereits vor einigen Jahren eine Vollversorgung vorgegaukelt wurde.

Die FDP Bendorf hat deshalb bei ihrem letzten Stammtisch der Sprecherin des Elternausschusses, Carina Krings Gelegenheit gegeben, die Auswirkungen einer Schließung des Hortes darzulegen. Davon wären insbesondere berufstätige Eltern existenziell betroffen, weil die beiden Grundschulen keine Betreuungszeiten bis 17 Uhr anbieten, ganz abgesehen davon, dass die Verwaltung nicht ermittelt hat, ob dort überhaupt noch Kapazitäten für 8- bis 14-jährige Kinder frei sind. Nach Auffassung der Liberalen ist es deshalb unbedingt wichtig, alle Beteiligten zusammen zu bringen, nämlich Elternausschuss, Kreisjugendpflege, die städtische Jugendpflegerin, die Direktoren der betreuenden Grundschulen, die Verwaltung und die Stadtratsfraktionen, um eine angemessene Lösung zu finden.

Bei aller erforderlichen Sparsamkeit mit öffentlichen Mittel kann dies nicht darin münden, dass die darunter leiden, die dafür am allerwenigsten verantwortlich sind – unsere Kinder.

Pressemitteilung des

FDP Stadtverbandes Bendorf

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