FDP Neuwied
FDP will Marktplatz umgestalten
Neuwied. Dass Neuwied insbesondere um die Marktkirche herum noch nicht sein städtebauliches Potenzial zur Gestaltung einer attraktiven Stadt ausreichend nutzt, ist nahezu allgemeine Meinung, wie die aktuelle Ideensammlung zeigt. Der Neuwieder Stadtverbandes der Freien Demokraten stellte nunmehr seine Vorstellung hierzu bei seiner Besichtigung vor Ort vor. „Hier kann man mit überschaubaren Mitteln dem Stadtkern eine ganz andere Erscheinung vermitteln“, ist die Ansicht des Liberalen Dennis Mohr. Die Marktkirche und der ihr vorgelagerte Marktplatz seien vom Ansatz her eine der schönsten Ecken Neuwieds, die aber zu einem hässlichen Parkplatz verkommen sei. Die Idee Mohrs ist, den gesamten Marktplatz unter Einbeziehung der Pfarrer-Werner-Möhrchen-Str. und eines Teils der Pfarrstraße zu einer Fußgängerzone zu machen und dort, umsäumt von Bepflanzungen, Restauration ansiedeln zu lassen. „Diese Ecke wäre für den Gast attraktiver als auf dem riesigen und unwirtlichen Luisenplatz zu sitzen“, meint der FDP-Stadtvorsitzende Dr. Kai Rinklake. Zudem solle die Marktstraße in ihrem letzten Abschnitt zwischen Kirch- und Deichstraße ähnlich dem Gelände um das Alte Rathaus verkehrsberuhigt werden, sodass dort im Sommer die Restaurants auch Außenbewirtung anbieten können, die auch angenommen würde. Für Thomas Breuer wäre es ideal, wenn man die Deichkrone am unteren Ende der Marktstraße innen modernisieren, eine Außenrestauration auf dem Deich ermöglichen, aber die äußere Gestaltung des Gebäudes ansonsten erhalten könne.
Die durch diese Umgestaltung wegfallenden Parkplätze müssten an der Peripherie des Stadtkerns aufgefangen werden, insbesondere durch die bereits vorhandenen, aber nicht ausreichend genutzten Parkhäuser. „Diese Parkhäuser“, so das frühere Stadtratsmitglied Dietrich Rühle, „sollten dann aber auch durch ein Leitsystem besser ausgeschildert werden.“ Ein weiterer Vorschlag betrifft die Verbindung vom Schloss zur Rheinbrücke über die Kirchstraße. „Hier hat man eine regelrechte Rennstrecke mitten durch ein Wohngebiet geschaffen, die auch den Marktplatz beeinträchtigt“, so Mohr. Besser sei es, den Verkehr von der Kirchstraße vorfahrtsberechtigt über die Marktstraße in die Engerser Straße in Richtung Brücke umzuleiten. Das nehme der Strecke den „Renncharakter“, beeinträchtige nur noch eine Seite des Marktplatzes und führe zudem durch ein Gebiet, das stark von Gewerbe geprägt sei. In dieser Umgestaltung um die Marktkirche herum sehen die Neuwieder Liberalen einen Ansatz, Neuwied auch wieder stärker für das Gewerbe anziehend zu machen. Pressemitteilung
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