Politik | 11.03.2017, 10:09 Uhr

Bundestagsabgeordneter Rüddel zu Gast in der Arbeitsagentur Neuwied

Fachkräfte für die Pflegeberufe gewinnen

Bernhard Henn (v. l.), Leiter Leitungsstab des Vorstandsvorsitzenden Frank-J. Weise der Bundesagentur für Arbeit, Erwin Rüddel, Bundestagsabgeordneter und Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur.  Arbeitsagentur Neuwied
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Neuwied. Zu einem Informationsgespräch trafen sich jüngst der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, Bernhard Henn, Leiter Leitungsstab des Vorstandsvorsitzenden Frank-J. Weise der Bundesagentur für Arbeit, und Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur.

Inhalt des Austauschs waren die aktuellen Herausforderungen am regionalen Arbeitsmarkt. Im Vordergrund des Gesprächs stand die Fachkräftesicherung in den Pflegeberufen. Rüddel, der unter anderem Mitglied des Bundesfachausschusses „Gesundheit und Pflege“ ist, informierte sich über die aktuelle Situation in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen und teilte seine Einschätzung der Entwicklung besonders im Altenpflegebereich mit.

„Während in der Krankenpflege überwiegend Abiturienten und Realschüler einen Abschluss machen, gibt es in der Altenpflege ein wesentlich breiteres Spektrum an Bildungsabschlüssen – beginnend bei den Hauptschülern und sehr vielen Quereinsteigern. In diesem Tätigkeitsbereich müssen wir dringend auch den Zugang zum Beruf niedrigschwelliger gestaltet. In der Praxis sind Fähigkeiten wie Motivation und Empathie später sehr viel wichtiger als Schulabschlüsse und Schulnoten“, so Rüddel.

Dem stimmte auch der Agenturleiter Starfeld zu und stellte genau auf diese Personengruppe zugeschnittene neue Projekte im Agenturbezirk vor.

Auf reges Interesse stießen auch die Ausführungen des Agenturchefs zum Projekt der ganzheitlichen Integrationsberatung (INGA), das die Neuwieder Arbeitsagentur bereits seit einigen Jahren umsetzt. Bei INGA handelt es sich um eine Beratung und Betreuung von Kunden mit erheblichen Vermittlungshemmnissen durch spezialisierte Berater.

Die Wichtigkeit dieses Projekts sieht auch die Zentrale der Bundesagentur und setzt sich für seine Weiterführung ein. „Es gibt Kunden, deren Lebensumstände - seien es Erkrankungen, besondere Belastungen oder andere Faktoren - so komplex sind, dass nur eine individuelle und ganzheitliche Beratung mit praktischer Hilfe unter Einbeziehung externer Netzwerke zum Erfolg führt. Das INGA-Projekt ist hier das richtige Instrument, um diese Menschen ins Arbeitsleben zu integrieren“, erklärt Bernhard Henn, der selbst über 25 Jahre im Kreis Neuwied in Rengsdorf gelebt hat und nicht zuletzt daher die Region besonders schätzt.

Insgesamt waren sich alle Gesprächsteilnehmer einig, dass die Region beim Thema Fachkräftesicherung vor großen Herausforderungen stehe, die aber angesichts guter Potenziale und Lösungsansätze gemeistert werden können.

Pressemitteilung der

Arbeitsagentur Neuwied

Bernhard Henn (v. l.), Leiter Leitungsstab des Vorstandsvorsitzenden Frank-J. Weise der Bundesagentur für Arbeit, Erwin Rüddel, Bundestagsabgeordneter und Karl-Ernst Starfeld, Leiter der Neuwieder Arbeitsagentur. Foto: Arbeitsagentur Neuwied

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