Politik | 10.02.2023

Landtagsabgeordnete Ellen Demuth (CDU)

Fachkräftekampagne der SPD-geführten Landesregierung für den Erzieher-Beruf kommt zu spät und greift zu kurz

Ellen Demuth. Foto: privat

Kreis Neuwied. Aus vielen Berichten von Eltern, Erzieherinnen und Erziehern sowie Trägern weiß Landtagsabgeordnete Ellen Demuth um die Probleme, die das neue Kita-Gesetz mit sich gebracht hat. Zu Beginn dieser Woche stellte Bildungsministerin Hubig nun eine Fachkräftekampagne für den Erzieher-Beruf vor.

Ellen Demuth kritisiert: „Gekürzte Betreuungszeiten, Aufsichtspflichten, die nicht durchgehend gewährleistet werden können, Eingewöhnungs- und Aufnahmestopps – so sieht der Alltag in vielen rheinland-pfälzischen Kitas aus. An allen Ecken und Enden fehlt Personal. Vielerorts suchen Träger und Einrichtungen händeringend nach Erzieherinnen und Erziehern. Seit Jahren zeichnet sich dieses Problem ab: Kita-Teams werden im Schnitt von Jahr zu Jahr älter, Erzieherinnen und Erzieher gehen in den Ruhestand. Das von der Landesregierung hochgelobte Kita-Gesetz liefert für dieses riesige Personal-Problem keine brauchbaren Antworten. Als CDU-Fraktion haben wir stets bemängelt, dass beim KitaGesetz der pädagogische und erzieherische Blick auf die Kinder fehlt. Der Pflegeaufwand in den Kitas steigt permanent und es ist bekannt, dass immer mehr Kinder mit Auffälligkeiten in den Kindergärten betreut werden müssen. Dem gegenüber steht zu wenig Personal. Wie soll gute Kita-Betreuung so funktionieren?

All dies zeigt, dass Ministerin Hubigs Fachkräfte-Kampagne viel zu spät kommt. Sie hätte vor der Verabschiedung des neuen Kita-Gesetz laufen müssen. Die SPD-geführte Landesregierung hat völlig verkannt, das mit dem neuen Gesetz ein Personalaufwuchs einhergeht und ignoriert, dass Erzieherinnen und Erzieher zu diesem Zeitpunkt schon Mangelware waren.

Ellen Demuth erklärt: „Aus unserer Sicht muss die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung auf neue Füße gestellt werden. Das Beispiel Dänemark zeigt, dass eine dreijährige Ausbildung ausreichend ist und das notwendige Wissen vermittelt. In Rheinland-Pfalz dauert die Ausbildung derzeit bis zu fünf Jahre. Um dem Fachkräftemangel konsequent entgegenzuwirken, unterstütze ich den Vorschlag, dass Ausbildungsplätze in Kitas zukünftig vergütet werden. Das fordert unter anderem der Verband Kita-Fachkräfte Rheinland-Pfalz mit seiner Vorsitzende Claudia Theobald, zuletzt vergangenen Samstag bei einer Demo in Ludwigshafen.

„Zu glauben, Kita-Politik rein aus dem Mainzer Bildungsministerium betreiben zu können, fällt Ministerin Hubig gerade gehörig auf die Füße,“ stellt Demuth abschließend fest. Zwingend notwendig sei nun, die Situation vieler Kitas vor Ort endlich ernst zu nehmen, und mit den Erzieherinnen und Erziehern, aber auch den betroffenen Trägern, das Gespräch zu suchen.

Pressemitteilung des

Büro von Ellen Demuth

Ellen Demuth. Foto: privat

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