Wählergruppe Remagen hatte Jahreshauptversammlung
Fehlender Nachmieter im Mittelpunkt
Remagen. Vergangene Woche hatte der Vorsitzende Dr. Peter Wyborny die Wählergruppe Remagen (WGR) zur jährlichen Hauptversammlung nach Kripp gebeten. Dem unerwarteten Tod von Gründungsmitglied und Schatzmeister Hans-Jürgen Albrecht wurde zunächst durch eine Schweigeminute gedacht, bevor sich die Versammlung der Tagesordnung annahm.
Im Jahresbericht des Vorstands stand die Kommunalwahl im Vordergrund. Dr. Wyborny dankte allen Anwesenden für den persönlichen Einsatz und besonders für die rege Teilnahme an den Ständen in der Fußgängerzone. Die WGR war an allen Samstagen meist mit mehr Mitgliedern und Kandidaten vertreten als die Mitbewerber.
Daran hat der Verlust des Fraktionsstatus im Stadtrat nicht gelegen. Es war wohl die zu späte Entscheidung erst im Dezember 2014, doch wieder bei der Kommunalwahl anzutreten, so dass lediglich ein Stadtratsmandat erkämpft wurde. In Oedingen mit dem Bebauungsgebiet „Zum goldenen Gisbert“ und in Unkelbach mit dem öffentlichen Nahverkehr vertritt die WGR starke Reizthemen. Dort wurden über acht Prozent erkämpft, welche auf Stadtratsebene zu drei Sitzen hätten führen können. Nun gilt es, die Wähler in den nächsten fünf Jahren davon zu überzeugen, dass die Große Koalition aus CDU, SPD, FDP und FBL in den letzten Stadtratssitzungen faktisch zum Fehlen einer wirkungsvollen Opposition führte - aber genau diese wirkungsvolle Opposition ist so wichtig, um für die Remagener Bürger die besten Ergebnisse zu erzielen.
Die Rechnungsprüfung ergab keine Beanstandung. So erfolgte einstimmig die Entlastung von Vorstand und Kassenprüfer. Bei den Ergänzungswahlen wurde Udo Müller zum Zweiten Stellvertretenden Vorsitzenden, Mauritius Stichnote zum neuen Schatzmeister und Holger Kowalewski zum Pressereferenten gewählt.
Noch mal lebendig wurde es unter dem Tagesordnungspunkt, als es um die Rahmenbedingungen der Kommunalpolitik geht. Die fehlende Nachvermietung des Kaisers in der Fußgängerzone steht bei der WGR oft im Mittelpunkt der Diskussionen. Von der Stadt wird mit einem „Hand-in-Hand“-Ansatz der Durchbruch verkündet, aber dann passiert nichts mehr. Stattdessen schließt das Lebensmittelgeschäft in Kripp, und auch bei der Versorgung in Unkelbach kommt es offensichtlich zu Problemen.
Das Thema „Nachfolge Kaisers“ war schon während der Wahlkampfphase Thema der WGR. Kontakte eines Unternehmensberaters aus den Reihen der WGR führten dazu, dass die Bio-Marktkette Alnatura auf die Immobilie aufmerksam gemacht wurde. Der Stadt ist es aber nicht gelungen, diese starke Handelskette in die Innenstadt zu ziehen. Die Verkündung eines Nachmieters, der dann doch nicht kommt, ist für die Wählergruppe Remagen kein befriedigendes Ergebnis. Sie will mehr erreichen und wird das Markthallen-Konzept noch stärker in die Diskussion einbringen, um eine langfristige Lösung für die Nahversorgung in der Remagener Innenstadt zu finden.
Pressemitteilung der
Wählergruppe Remagen
