Politik | 04.05.2016, 13:10 Uhr

Kreisverwaltung Rhein-Sieg-Kreis

Feierliche Einbürgerung im Siegburger Kreishaus

„Es ist eine Frage des Herzens und nicht des Formulars“

Kreisdirektorin Annerose Heinze, Christine Gerwig, Efraim Gonzalez Ruano, Neubürgerbeauftragter des Rhein-Sieg-Kreises, Ludwig Neuber (v.l.n.r.).privat
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Rhein-Sieg-Kreis. „Eine Frage des Herzens und nicht des Formulars“ ist die Einbürgerung für Efraim Gonzalez Ruano. Der 40-Jährige Mexikaner erhielt letzte Woche im Rahmen der feierlichen Einbürgerung im Siegburger Kreishaus aus den Händen von Kreisdirektorin Annerose Heinze seine Einbürgerungsurkunde. Seit acht Jahren lebt der Konzertpianist in Deutschland, ist mit einer Deutschen verheiratet und hat zwei Kinder. Gemeinsam verliehen er und seine Frau der Feier durch ihr hervorragendes vierhändiges Klavierspiel einen besonderen Rahmen. „Es ist für mich jedes Mal wieder ein sehr berührender Termin“, sagte Kreisdirektorin Annerose zu den insgesamt 90 Frauen, Männern und Kindern, die die deutsche Staatsbürgerschaft erhielten. „Aber denken Sie auch immer daran: Wo Rechte sind, gibt es auch Pflichten! Setzen Sie sich als neue deutsche Bürgerinnen und Bürger dafür ein, dass in unserem Staat auch weiterhin die Werte von Freiheit, Demokratie und Sicherheit vorherrschen.“ Auch der Neubürgerbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, Ludwig Neuber, gab den Anwesenden gute Tipps für die weitere Zukunft und bot Hilfestellungen an, wenn es im Einzelfall mal etwas zu regeln gäbe. „Ich kann zwar sicher nicht jedes Problem lösen, aber meist kenne ich jemanden, der helfen kann.“ Vor der eigentlichen Einbürgerung gaben die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ein Bekenntnis auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ab; dieses lautet: „Ich erkläre feierlich, dass ich das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland achten und alles unterlassen werde, was ihr schaden könnte.“ Mit dem Singen der deutschen Nationalhymne bekräftigten sie dieses Bekenntnis.

Zahlen, Daten, Fakten

Mit 25 Personen stammt der überwiegende Teil der neuen Bürgerinnen und Bürger wieder aus der Türkei. Die übrigen besaßen bisher die Staatsangehörigkeit nachfolgender Staaten: Afghanistan (1), Argentinien (1), Aserbaidschan (1), China (1), Cote d’Ivoire (1), Ecuador (1), Frankreich (1), Griechenland (7), Indien (1), Indonesien (1), dem Irak (1), dem Iran (4), Israel (1), Italien (2), Kasachstan (3), Kirgisistan (1), Kolumbien (1), der Demokratischen Republik Kongo (1), der Republik Kosovo (4), Kroatien (2), Marokko (2), Mexiko (2), Niederlande (1), Nigeria (1), Peru (1), Polen (8), Portugal (1), Rumänien (1), Russland (2), Spanien (1), Sri Lanka (1), Syrien (3), Tunesien (3) und Ukraine (2).

Eine Verteilung auf die kreisangehörigen Städte und Gemeinden sieht wie folgt aus: Alfter (5), Bad Honnef (4), Bornheim (2), Eitorf (5), Hennef (7), Königswinter (10), Lohmar (5), Meckenheim (11), Much (1), Neunkirchen-Seelscheid (1), Niederkassel (8), Rheinbach (3), Sankt Augustin (13), Siegburg (10), Swisttal (1) und Wachtberg (4).

Von den 90 Eingebürgerten wurden 34 bereits in der Bundesrepublik Deutschland geboren.

Persönlicher Ansprechpartner für alle Zugewanderten ist der Neubürgerbeauftragte des Rhein-Sieg-Kreises, Ludwig Neuber. Er bietet nach telefonischer Vereinbarung Sprechstunden an. Termine können mit ihm telefonisch unter Tel. (0 22 95) 90 23 18 oder (01 60) 8 23 08 10 oder per E-Mail an ludwig@neuber.de vereinbart werden. Der Kontakt kann auch über das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises, - Der Landrat -, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, Tel. (0 22 41) 3 - 21 07, E-Mail: integration@rhein-sieg-kreis.de hergestellt werden.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

Der Landrat

Neubürger Efraim Gonzalez Ruano gemeinsam mit seiner Frau am Klavier.

Neubürger Efraim Gonzalez Ruano gemeinsam mit seiner Frau am Klavier.

Kreisdirektorin Annerose Heinze, Christine Gerwig, Efraim Gonzalez Ruano, Neubürgerbeauftragter des Rhein-Sieg-Kreises, Ludwig Neuber (v.l.n.r.).Fotos: privat

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