Politik | 24.02.2016, 14:02 Uhr

Unabhängige Wählergemeinschaft Wachtberg

Festhalten und bewahren bis zum Untergang?

Kontroverse Diskussion über das zukünftige Angebot einer weiterführenden Schule in Wachtberg

Wachtberg. Im jüngsten Presseartikel der CDU Wachtberg „Ein Aufruf zur Vernunft, denn der Sekundarschule Wachtberg geht es gut“ entsteht beim Leser der Eindruck, dass die von der UWG angeregte Diskussion jeglicher Grundlage entbehre, da Wachtberg mit seiner Hauptschule bestens aufgestellt ist. Offensichtlich hat die CDU den von ihr viel gerühmten Weitblick verloren und ignoriert leider die aktuelle Entwicklung in der Schullandschaft.

Die profilierte Hauptschule in Berkum hat zweifellos einen guten Ruf. Das Lehrerkollegium ist engagiert, es wird gute Arbeit geleistet. Das wird von allen anerkannt und auch nicht angezweifelt.

Wenn aber der CDU-Vorsitzende Jörg Schmidt in seinem Artikel behauptet, die Aussage der UWG „Auslaufmodell Hauptschule“ sei eine nicht belegbare Äußerung, dann hat er offensichtlich bei dem Vortrag des für die Hauptschulen im Rhein-Sieg-Kreis zuständigen Schulrates Frank Rosbund nur mit halbem Ohr hingehört . Herr Rosbund hatte in der Sitzung des zuständigen Ausschusses am 27. Januar 2015 unter anderem ausgeführt: „Von den ehemals 20 Hauptschulen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis werden in den nächsten zwei Jahren 16 auslaufen beziehungsweise geschlossen. Dann wird es nur noch vier Hauptschulen geben, eine davon in Berkum. Innerhalb der nächsten circa zehn Jahre wird es nur noch Gymnasien und Gesamtschulen geben.“

Wenn, wie von der CDU behauptet, die Berkumer Schule eine Sekundar- und keine Hauptschule sei, wäre die Sorge der CDU um die Schließung von Hauptschulen doch völlig unbegründet. Warum dann diese Aufregung?

Die UWG ist der Ansicht, dass die Hauptschule in Berkum nicht als „Mogelpackung“ verkauft werden darf. Es wird der Anschein erweckt, in Berkum gäbe es eine Sekundarschule, was aber nicht stimmt. Wer das behauptet, fördert die Verunsicherung aller Beteiligten. Das wiederum schadet der gemeinsamen Sache, für Wachtberg ein attraktives weiterführendes Schulangebot auch zukünftig sicherzustellen.

Die Ausführungen des Schulrates waren doch unmissverständlich und als Auftrag sowie Anstoß an die Politik gerichtet, sich Gedanken über die Sicherung und Weiterentwicklung qualifizierter Schulangebote zu machen.

Die UWG will eben nicht, wie von der CDU behauptet, zur Verunsicherung von Schülern, Eltern, Lehrern und anderen Beteiligten beitragen. Genau das Gegenteil ist beabsichtigt! Transparenz, Information und Offenheit für Veränderungen sind die Kriterien, von denen sich die UWG leiten lässt und sind der Anlass, dieses wichtige Thema frühzeitig anzugehen und in die politischen Gremien zu geben.

Nachdem die SPD in ihrer letzten Pressemitteilung erklärt hat, dass für sie eine Gesamtschule in Wachtberg ein anzustrebendes Ziel ist und an erster Stelle die Entwicklung eines Ganztagsangebotes steht, können die Bürgerinnen und Bürger Wachtbergs nun gespannt sein, was die SPD mit der CDU in der gemeinsamen Kooperationsvereinbarung zu dieser Thematik festgelegt hat und ob sie ihrem Wahlversprechen folgt.

In diesem Sinne hofft die UWG auf eine breite, ideologiefreie und offene Diskussion unter allen Beteiligten über den richtigen Weg des zukünftigen weiterführenden Schulangebotes in Wachtberg.

Pressemitteilung der

Unabhängigen

Wählergemeinschaft Wachtberg

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