Mit Engagement für einen Wochenmarkt in der Altstadt
Florinsmarkt könnte in Zukunft Standort für Altstädter Markt sein
Koblenz. Die Debatte um den Wochenmarkt in der Alt- und Innenstadt hat wieder Schwung bekommen, seit Architekt Jens J. Ternes seine Pläne für eine Markthalle auf dem Münzplatz vorgelegt hat. Auch im Stadtrat gab es vielfältige Meinungen und die Präsentation der Entwürfe soll dort stattfinden. „Doch es kommt nicht nur auf die Hülle an, sondern vor allen Dingen muss der Inhalt stimmen“, erklären der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD, Manfred Bastian und Christian Altmaier, Sprecher für Kultur & Tourismus. „Wir haben uns schon vor Jahren in Hannover die Markthalle angesehen und kürzlich die Kleinmarkthalle in Frankfurt am Main. Dort funktionieren die Märkte, weil es eine passende Organisation gibt, etwa in Form von Genossenschaften.“ Doch man muss gar nicht so weit in die Ferne schweifen, sondern schon auf der rechten Rheinseite gibt es einen funktionierenden Wochenmarkt. „Die Ehrenbreitsteiner haben aufgrund bürgerschaftlichen Engagements einen echten Anziehungspunkt geschaffen, den die Altstädter und Koblenzer auch dringend bräuchten“, finden Altmaier und Bastian nach ihrem Besuch im Dahl.
Auch der Weinort Winningen konnte mit einem Wochenmarkt, den Bürger für Bürger organisieren, nicht nur den Ortsmittelpunkt beleben, sondern auch die Nahversorgung wieder sicherstellen, nachdem der letzte Verbrauchermarkt die Pforten geschlossen hatte.
„Der Stadtrat müsste also Rahmenbedingungen schaffen, die eine Organisation durch Bürger für Bürger möglich macht, weg vom ‚Marktamt‘, die lieblos einen Verwaltungsakt aus dem Wochenmarkt machen“, findet Altmaier. Denn die Zuständigkeit liegt aktuell beim Ordnungsamt, die Stadtmarketing GmbH hatte noch unter Führung der ehemaligen City-Managerin Nicole Volmer erste Schritte zur Verbesserung der Bedingungen des Wochenmarktes unternommen. Nunmehr ist Frederik Wenz gefragt, sich Gedanken zu machen.
Standortfrage ist zu klären
„Vor allen Dingen die Standortfrage ist zu klären, wo dauerhaft und zuverlässig der Markt stattfindet, auch mit kundenorientierten Öffnungszeiten“, erläutert Bastian. Ihm schweben Nachmittage vor, sodass auch an Weinständen ein Treffpunkt für Kunden und Marktbeschicker entsteht. So habe er auch mit dem Eigentümer des Münzmeisterhauses gesprochen und ihm vorgeschlagen dort im Gebäudeinneren Marktstände zu bauen. Ratsmitglied Heribert Heinrich hatte das SchängelCenter ins Gespräch gebracht, „was man grundsätzlich vorbehaltlos diskutieren sollte“, findet Christian Altmaier, der auch den Florinsmarkt ins Gespräch bringen will. „Dort ist der Begriff ‚Markt‘ schon im Namen vorhanden und wenn nach Revitalisierung der historischen Gebäude um das Kauf- und Danzhaus dort wieder Leben ist, könnte ein Wochenmarkt ebenda echtes Leben in diesen Bereich der Altstadt bringen.“ Zudem habe dieser Standort den Vorteil, dass nicht ständig Veranstaltungen dort abgehalten werden, die einen Umzug von Woche zu Woche erforderlich machen.
Pressemitteilung der
SPD Fraktion Koblenz
