Landrat legte im Kreistag aktuellen Bericht
Flüchtlingslage entspannt sich auch im Kreis
Integration bleibt trotzdem Schwerpunkt
Cochem. Die Flüchtlingssituation und das Thema Integration und Unterbringung von Asylsuchenden im Landkreis Cochem-Zell waren Tagesordnungspunkt in der jüngsten Kreistagssitzung. Landrat Manfred Schnur berichtete, dass sich „seit dem Kompromiss mit der Türkei die Lage in Deutschland und somit auch im Kreis deutlich entspannt hat“. Die aktuellen politischen Entwicklungen haben dazu geführt, dass im Kreis zwischen Februar und April deutlich weniger Asylsuchende registriert wurden. 43 Menschen sind demnach verzeichnet, wobei noch im Januar 2015 exakt 122 Personen gezählt wurden und im Dezember 2015 insgesamt 142 Flüchtlinge im Kreis registriert wurden. Der Kreischef erinnerte daran, dass damit noch nicht das Ende des Zustroms erreicht sei und der Flüchtlingszuzug „noch lange nicht gelöst ist“. Auf Antrag der CDU hatte die Kreisverwaltung die aktuelle Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden im Kreis vorgelegt. Landrat Schnur verdeutliche bei der Vorlage des Berichts, dass die Integration der Flüchtlinge Schwerpunkt im Kreis bleibe. „Dabei muss vor allem hier im ländlichen Raum die Mobilität der Neubürger gewährleistet werden, damit Integration gelingen kann“, sagte Schnur. Genau 648 Asylsuchende leben gegenwärtig im Kreisgebiet, dazu kommen noch 98 Männer und Frauen, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Weil bei ihnen noch Ausreisehindernisse vorliegen, werden diese Personen wohl noch so lange hierbleiben, bis sie der Ausreisepflicht nachkommen können. Nach Zahlen aufgelistet halten sich in der VG Cochem 243 Asylbewerber auf, in der VG Kaisersesch sind es 154, in der VG Ulmen 148 Männer und Frauen und in der VG Zell leben derzeit 201 Flüchtlinge. Der Bericht sagt weiter aus, dass in allen Verbandsgemeinden Integrationsmaßnahmen laufen und in allen VGs Willkommenscafés eingerichtet sind. Große Resonanz erfahre auch stets das Internationale Frauenfrühstück in Cochem und Zell, wo Asylbewerber Kontakte untereinander und mit Einheimischen pflegen könnten. Anerkennung zollten die im Kreistag vertretenen Parteien unisono den Ehrenamtlichen, die sich um Flüchtlinge und Asylsuchende kümmern. „Ihnen gehört unser ausdrücklicher Dank“, lobte Stephanie Balthasar-Schäfer (CDU) und SPD-Fraktionsführer Bernd Schuwerack ergänzte: „Verwaltung und ehrenamtliche Helfer machen bis an ihre Belastungsgrenzen einen guten Job.“
TT
