Seniorinnen und Senioren zu verpflichtenden Diensten heranziehen
Forderung mit erheblicher Schieflage
Wachtberg. „Tatsache ist, dass unsere Gesellschaft ohne freiwilliges Engagement, in welcher Form auch immer, nicht so vielfältig und solidarisch wäre, wie sie ist – aber die Betonung liegt auf dem Wort „freiwillig“, so Dr. Dieter Braun, Vorsitzender der Senioren-Union Wachtberg und Vorstandsmitglied der Senioren-Union des Bundes. Damit steht er im Konsens mit Hubert Hüppe, Vorsitzender der Senioren-Union des Bundes. Braun spricht aus eigener Erfahrung aus seiner Arbeit in der Region: Zahlreiche Mitglieder der Senioren-Union Wachtberg und der Senioren-Vereinigungen im Rhein-Sieg-Kreis (Braun ist auch Vorsitzender der Senioren-Union des Rhein-Sieg-Kreises) sind engagiert, ehrenamtlich tätig und setzen sich in ihrem Umfeld für die Belange ihrer Mitmenschen ein. Dies alles auf der Basis von Freiwilligkeit, Hilfsbereitschaft, Freude an der Arbeit und am Miteinander, individueller Leistungsfähigkeit und Zeitbudget.
Braun: „Generationen bauen auf dem auf, was Generationen davor geschaffen haben. Wie auch die Generationen davor – hat unsere heutige ältere Generation jahrzehntelang gearbeitet, Steuern und Sozialabgaben bezahlt, Verantwortung übernommen, vielfach ganz selbstverständlich auch noch ehrenamtlich in vielen Bereichen angepackt und damit zum wirtschaftlichen, sozialen und auch zum kulturellen Wohlstand unseres Landes beigetragen. Vor diesem Hintergrund klingt es vermessen, die Rentnergeneration mit einer Art „Bringschuld“ in die Pflicht nehmen zu wollen“.
Welchen Sinn macht es, jüngere und die ältere Generation gegeneinander ausspielen zu wollen, statt sie zueinander zu bringen.? Statt neue unsinnige Pflichten zu fordern, sollte man das vorhandene Potential aller Generationen und vorhandenes Engagement stärken, bessere Rahmenbedingungen für das Ehrenamt und generationsübergreifende Projekte fördern – ohne Verpflichtung und Zwang, dafür aus Überzeugung.
Pressemitteilung
Senioren-Union Wachtberg
