SPD-Ratsfraktion Rheinbach
Fragen an die Verwaltung zum Harzverbot in den Sporthallen
Handballer des TV fürchten um die Regionalliga-Zugehörigkeit
Rheinbach. Zur Fragestunde des Rats der Stadt Rheinbach am Montag, 28. Januar, um 17.30 Uhr im Ratssaal im Himmeroder Hof hat die SPD-Fraktion einen umfangreichen Fragenkatalog an die Rheinbacher Stadtverwaltung geschickt. Das Harzverbot in Rheinbacher Sporthallen, das die Verwaltung Anfang des Jahres für die Handballer des TV Rheinbach erlassen hat, stößt bei den Sozialdemokraten auf Unverständnis. Hat doch der Verein seine Bereitschaft bekundet, an der Lösung des Problems mitzuarbeiten. Im März 2018 hatte die Verwaltung im Fachausschuss über die bestehenden Probleme berichtet und die Möglichkeit eines Harzverbots als letzte Maßnahme in Aussicht gestellt.
Es gab auch eine Absprache mit dem TV Rheinbach, der die zusätzlichen Kosten für die Reinigung übernehmen wollte, damit der Schulsport nicht durch die Harzrückstände behindert werde.
„Der TV Rheinbach steht nach wie vor zu den Absprachen und ist auch bereit, im Trainingsbetrieb weitestgehend auf Harz zu verzichten. Weshalb es dennoch nicht zu einer für alle Beteiligten zufriedenstellenden Lösung gekommen ist, bleibt für die SPD-Fraktion unverständlich,“ erklärt die Fraktionsvorsitzende Martina Koch.
Die Verwaltung hat seit März 2018 keine weiteren Informationen zum Fortgang der Verhandlungen mit der Reinigungsfirma und dem Verein geliefert, das Harzverbot kam somit auch für die Politik überraschend. „Wir sind uns der Konsequenzen des Verbots durchaus bewusst, denn das Verbot trifft nicht nur die erste Herrenmannschaft, sondern hat auch unmittelbare Auswirkungen auf die bisher so außerordentlich erfolgreiche Jugendarbeit des Vereins, aus der beispielsweise der jetzige Nationaltorwart Andreas Wolf hervorgegangen ist“, erläutert Dietmar Danz, Vorsitzender des Ausschusses für Schule, Bildung und Sport.
Die Sozialdemokraten möchten unter anderem wissen, ob sich die Verwaltung einmal darüber informiert hat, wie die entsprechenden Regelungen bei anderen Regionalligisten aussehen, zum Beispiel beim TSV Bonn rrh oder der HSG Siebengebirge. Weiterhin stellen sie die Frage, ob die Harzentfernung bei der Auftragsvergabe mit der jetzigen Reinigungsfirma mit ausgeschrieben wurde.
Pressemitteilung der
SPD-Ratsfraktion Rheinbach
