DGB bemängelt unzureichendes Angebot an Ausbildungsplätzen in der Region
Freie Wahl des Ausbildungsplatzes nicht gegeben
Region. Für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) stimmt trotz eines relativ guten Angebots an Ausbildungsplätzen das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage nicht. Der DGB-Vorsitzende in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, Ingo Degenhardt, legt hier als Maßstab ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1980 zugrunde. Darin haben die Bundesrichter festgestellt, dass nach dem Grundgesetz eine freie Wahl des Ausbildungsplatzes gilt, wenn ein Verhältnis von 112,5 angebotenen Stellen zu 100 Bewerbern und Bewerberinnen gegeben ist. Ferner sind die Arbeitgeber für die Breitstellung von genügend Ausbildungsplätzen verantwortlich.
In der Statistik der Agentur für Arbeit sind für Bonn/Rhein-Sieg mit Stand Ende Juli, 5.825 gemeldete Bewerberinnen und Bewerber und 4.975 gemeldete Ausbildungsstellen als Jahreswert ausgewiesen. „Bei einer Differenz von 850 stimmt die Relation wohl eher nicht“, sagt der DGB-Chef und ergänzt: „Positive Zahlen gibt es aus Sicht der Arbeitsagentur im Verhältnis der derzeit noch unbesetzten Ausbildungsplätze und unversorgten Bewerberinnen und Bewerber mit 303 zu vermelden. Die Arbeitsagentur rechnet jedoch die Bewerber mit Alternative nicht mit ein. Dies wären 738 Jugendliche zusätzlich.“ Addiert man nun die Bewerberinnen und Bewerber mit Alternative und die unversorgten Bewerberinnen und Bewerber von 1.499, lautet das Ergebnis der eigentlich „Unversorgten“ 2.237. „Um den Jugendlichen ein wirklich auswahlfähiges Angebot nach Maßgabe des Bundesverfassungsgerichts anzubieten, bräuchte die Region über 2.500 offene Ausbildungsstellen. Statistisch ausgewiesen sind 1.802. Demnach fehlen 700 Ausbildungsplätze. Aus meiner Sicht kann angesichts der nackten Zahlen von einer freien Wahl des Ausbildungsplatzes nicht gesprochen werden. „Dabei stellt diese Auswahl eigentlich ein Grundrecht dar“, sagt Ingo Degenhardt.
Der Gewerkschafter kommt in seiner Gesamteinschätzung jedoch auch zu dem Schluss, dass die hiesige regionale Situation besser ist als in anderen Teilen des Landes. „Ein großer Teil der Betriebe in Handwerk, Handel, Industrie, Dienstleistung und Verwaltung nimmt seine Verantwortung den jungen Menschen und der Zukunft des eigenen Unternehmens gegenüber wahr – ich sehe da aber noch Luft nach oben. Es gibt aber auch Branchen, die müssten dringend ihr Image aufpolieren. Betriebe, die schlechte Arbeits- und Lernbedingungen anbieten, sprechen sich auch bei den Jugendlichen herum. Da wären beispielsweise der Bereich Hotel und Gastronomie zu nennen.“
Der DGB appelliert an alle regionalen Betriebe, ständig zu prüfen, ob und welche Kapazitäten im Bereich Ausbildung und Einstiegsqualifizierung möglich sind. „Jeder junge Mensch ist auf seine Art und Weise einzigartig und sollte seine Chance bekommen. Schlechte Noten dürfen heute kein Ausschlusskriterium mehr sein. Auch steht die Wirtschaft in der Verantwortung, Ausbildungs- und Arbeitsplätze für die zu uns kommenden Flüchtlinge bereit zu stellen. Jedoch müssen hier die gesetzlichen Rahmenbedingungen stimmen“, so Ingo Degenhardt.
Pressemitteilung des DGB-
Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg
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