Politik | 28.08.2020

Viel Lob für freiwilliges Engagement – aber auch berechtigte Kritik

Freiwillig in den Ferien büffeln

Der 1. Kreisbeigeordnete Michael Mahlert ( 2.v.l.) und Oberbürgermeister Jan Einig (3.v.l.) überzeugen sich vom reibungslosen Ablauf der Sommerschule im Rhein-Wied-Gymnasium, bei den freiwilligen Lehrkräften Noah Timmermann (4.v.l.) und Valerie Podschadly (5.v.l.)gemeinsam mit Mechthild Laupichler, der zuständigen Referentin in der Kreisverwaltung (1.v. l).Fotos: Kreisverwaltung

Gemeinsam mit Verbandsbürgermeister Michael Christ und Windhagens Ortsbürgermeister Martin Buchholz verschaffte sich Landrat Achim Hallerbach persönlich einen Eindruck davon, wie die Sommerschule in den Grundschulen der Verbandsgemeinde Asbach und am kreiseigenen Wiedtal-Gymnasium in Neustadt verlaufen ist. Beeindruckt zeigten sie sich von dem großen persönlichen Engagement der rund 70 Ehrenamtlichen (überwiegend Lehramtsstudierenden, Oberstufenschülerinnen und –schülern), die die Kurse geleitet haben.

„Dass sich so viele junge Leute als Kursleiterinnen und Kursleiter engagiert haben, ist einfach klasse und ein toller Beweis dafür, dass Corona Zusammenhalt und Solidarität gestärkt hat. Ich hoffe sehr, dass diese Begeisterung fürs Ehrenamt nachwirkt und auch auf andere Lebensbereiche ausstrahlt,“ so Landrat Achim Hallerbach.

„Für die Schulträger war die kurzfristige Organisation der Sommerschule eine große Herausforderung. Dass diese trotz Urlaubszeit gelungen ist, ist dem großen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Verwaltungen zu verdanken – die Zusammenarbeit zwischen Kreis, Stadt und Verbandsgemeinden hat auch da wieder einmal hervorragend funktioniert“, so Bürgermeister Michael Christ.

Im kreisweit größten Sommerschulstandort am Rhein-Wied-Gymnasium in Neuwied büffelten 150 Kinder aus unterschiedlichen Schulformen und Klassenstufen in gleich 17 parallel laufenden Kursen. Auch für den 1. Kreisbeigeordneten Michael Mahlert Grund genug, sich gemeinsam mit Oberbürgermeister Einig dort umzuschauen. „Das Feed-Back der Kursleitenden ist überwiegend positiv. Den Kindern scheint die Sommerschule, das Miteinander ohne „Notendruck“ gut getan zu haben,“ berichtet Mahlert.

„Damit die Sommerschule nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern zugutekommt und sie wenigstens ein paar Stunden am Tag entlastet, hat die Stadt das Angebot so ergänzt, dass die Kinder den ganzen Vormittag in der Schule bleiben konnten. Einige Eltern haben dieses Angebot dankbar angenommen,“ so Oberbürgermeister Jan Einig.

Bei aller Freude darüber, dass die Sommerschule 2020 in den Schulen im Kreis gut organisiert und dank des motivierten Einsatzes der Ehrenamtlichen auch umgesetzt werden konnte, bleiben allerdings ein bitterer Beigeschmack und Grund zu Kritik: „Das große Engagement der Ehrenamtlichen war wirklich toll. Es kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass von den ursprünglichen Plänen des Landes für die Ausgestaltung der Sommerschule nicht viel übriggeblieben ist. Danach sollten Lehrerinnen und Lehrer „ihre“ Schülerinnen und Schüler während der Sommerschule begleiten; dass es anders gekommen ist, hat vermutlich mit dazu beigetragen, dass sich nur wenige von dem Angebot angesprochen gefühlt haben“, so ein erstes Resümee von Landrat Achim Hallerbach.

„Rund 500 Jungen und Mädchen, die die Sommerschule besucht haben bei mehr als 13.000 Schülerinnen und Schülern kreisweit, die das Angebot der Sommerschule hätten nutzen können – das ist ein Anteil von nicht einmal vier Prozent! Wir freuen uns über jedes Kind, für das dieses Unterstützungsangebot hilfreich war. Aber: Aufwand und Nutzen stehen hier in einem krassen Missverhältnis“, erklären Landrat Achim Hallerbach und 1. Kreisbeigeordneter Michael Mahlert.

Wenn es nach ersten Verlautbarungen des Landes im Herbst eine Fortsetzung der Sommerschule geben sollte, müssten die Rahmenbedingungen vom Land so gesetzt werden, dass die „Herbstschule“ für möglichst viele Jungen und Mädchen interessant ist. Es dürfe nicht einfach nur eine „Betreuung“ sein, sondern ein pädagogisches Programm, abgestimmt auf die Corona-bedingten Defizite.

Die Kritik wurde bereits an die Bildungsministerin formuliert.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

Davon, dass alle Hygienemaßnahmen realisiert worden waren, überzeugten sich Verbandsbürgermeister Michel Christ (2.v.l.) und Landrat Achim Hallerbach (3.v.l.) auch im Wiedtal Gymnasium in Neustadt und besuchten den „Kurs“ der ehemaligen Schulleiterin der Grundschule Windhagen, Ursula Reiner, die als Freiwillige in der Sommerschule unterrichtete.

Davon, dass alle Hygienemaßnahmen realisiert worden waren, überzeugten sich Verbandsbürgermeister Michel Christ (2.v.l.) und Landrat Achim Hallerbach (3.v.l.) auch im Wiedtal Gymnasium in Neustadt und besuchten den „Kurs“ der ehemaligen Schulleiterin der Grundschule Windhagen, Ursula Reiner, die als Freiwillige in der Sommerschule unterrichtete.

Der 1. Kreisbeigeordnete Michael Mahlert ( 2.v.l.) und Oberbürgermeister Jan Einig (3.v.l.) überzeugen sich vom reibungslosen Ablauf der Sommerschule im Rhein-Wied-Gymnasium, bei den freiwilligen Lehrkräften Noah Timmermann (4.v.l.) und Valerie Podschadly (5.v.l.)gemeinsam mit Mechthild Laupichler, der zuständigen Referentin in der Kreisverwaltung (1.v. l).Fotos: Kreisverwaltung

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Alles rund ums Haus
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Anzeige KW 14
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
21

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Oster-Anzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Osterangebot
fit für`s Alter?
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Angebotsanzeige (April)
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige