Politik | 12.02.2019, 13:47 Uhr

Deutsche Diabetes Gesellschaft lehnt Teilnahme an Begleitgremium ab

Freiwillige Zuckerreduktion: Gremium ist praktisch wirkungslos

Wissenschaftliche Erkenntnisse werden kaum berücksichtigt

Symbolbild. Foto: 955169 / pixabay
110

Berlin. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft DDG sagt eine Teilnahme am Begleitgremium zur Nationalen Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz ab. Das gab die Fachgesellschaft anlässlich der ersten Sitzung des Gremiums heute (12. Februar) im Ernährungsministerium bekannt.

„In seiner jetzigen Form hat die Wissenschaft in dem Gremium praktisch keinen Einfluss auf die Formulierung konkreter Reduktionsziele“, sagt DDG-Präsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland, „bisher bleiben diese weit hinter dem zurück, was aus wissenschaftlicher Sicht notwendig wäre, um den Anstieg von Übergewicht und Diabetes in Deutschland zu stoppen.“

Deutscher Sonderweg zum Scheitern verurteilt

Der deutsche Sonderweg, eine Reduktion nur freiwillig und im Konsens mit der Industrie zu erreichen, muss bereits jetzt als gescheitert angesehen werden. Die DDG ist aber weiterhin zu einem konstruktiven Dialog mit dem Ernährungsministerium bereit, beispielsweise über eine für alle Bevölkerungsgruppen verständliche Lebensmittelkennzeichnung oder den Schutz von Kindern vor Werbung für ungesunde Produkte.

„Wir erwarten, dass hier der Schutz der Gesundheit Vorrang hat vor den wirtschaftlichen Interessen der Lebensmittelindustrie“, sagt DDG-Geschäftsführerin Barbara Bitzer. „Wenn Frau Klöckner wirklich die gesunde Wahl zur leichten Wahl machen möchte, muss sie auch die entsprechenden Maßnahmen umsetzen.“

Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft

Symbolbild. Foto: 955169 / pixabay

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Kokubu - 14.01.27
Stellenanzeige Personalreferent
Heimat aktiv erleben AW
Heimat aktiv erleben
Anzeige Allerheiligen
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Ansicht der Rheinanlagen in Andernach
136

Umgestaltung der Rheinanlagen

Einwohnerversammlung am 11. November

Andernach. Die Stadt Andernach plant, die Rheinanlagen in den kommenden Jahren neu zu gestalten und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Sie sind ein wichtiger Teil des öffentlichen Raums und erfüllen zahlreiche unterschiedliche Funktionen. Bei der Bedarfsplanung werden deshalb hohe Anforderungen an die gestalterischen und funktionalen Qualitäten berücksichtigt. Zentrale Fragen sind unter anderem, wie die Rheinanlagen künftig genutzt werden sollen und welche Anforderungen sie erfüllen müssen.

Von Stadt Andernach aus Andernach

Weiterlesen

Phantombild Tatverdächtiger
560

Köln. Die Polizei in Köln ist derzeit auf der Suche nach einem mutmaßlichen Räuber und nutzt dazu Bilder aus einer Überwachungskamera. Der Verdächtige soll am 31. Oktober 2025 gegen 19.30 Uhr in der Nähe des Neumarkts in der Kölner Innenstadt einem Mann ins Gesicht geschlagen und ihm die Tasche entrissen haben. Nach der Tat flüchtete der Angreifer mit seiner Beute.

Weiterlesen