Politik | 12.02.2019

Deutsche Diabetes Gesellschaft lehnt Teilnahme an Begleitgremium ab

Freiwillige Zuckerreduktion: Gremium ist praktisch wirkungslos

Wissenschaftliche Erkenntnisse werden kaum berücksichtigt

Symbolbild. Foto: 955169 / pixabay

Berlin. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft DDG sagt eine Teilnahme am Begleitgremium zur Nationalen Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz ab. Das gab die Fachgesellschaft anlässlich der ersten Sitzung des Gremiums heute (12. Februar) im Ernährungsministerium bekannt.

„In seiner jetzigen Form hat die Wissenschaft in dem Gremium praktisch keinen Einfluss auf die Formulierung konkreter Reduktionsziele“, sagt DDG-Präsident Professor Dr. med. Dirk Müller-Wieland, „bisher bleiben diese weit hinter dem zurück, was aus wissenschaftlicher Sicht notwendig wäre, um den Anstieg von Übergewicht und Diabetes in Deutschland zu stoppen.“

Deutscher Sonderweg zum Scheitern verurteilt

Der deutsche Sonderweg, eine Reduktion nur freiwillig und im Konsens mit der Industrie zu erreichen, muss bereits jetzt als gescheitert angesehen werden. Die DDG ist aber weiterhin zu einem konstruktiven Dialog mit dem Ernährungsministerium bereit, beispielsweise über eine für alle Bevölkerungsgruppen verständliche Lebensmittelkennzeichnung oder den Schutz von Kindern vor Werbung für ungesunde Produkte.

„Wir erwarten, dass hier der Schutz der Gesundheit Vorrang hat vor den wirtschaftlichen Interessen der Lebensmittelindustrie“, sagt DDG-Geschäftsführerin Barbara Bitzer. „Wenn Frau Klöckner wirklich die gesunde Wahl zur leichten Wahl machen möchte, muss sie auch die entsprechenden Maßnahmen umsetzen.“

Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft

Symbolbild. Foto: 955169 / pixabay

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Kommentare
14.02.201910:05 Uhr
Kai Birkner

Auch wenn tatsächlich immer eine neue Ernährungserkenntnis publiziert wird, in einem sind sich alle (!) Diäten und Ernährungswissenschaftler einig: einfacher Zucker ist ungesund. Schön, wenn man weiter essen und trinken kann, was schmeckt, ohne davon zuzunehmen. Den meisten gelingt das offenkundig nicht. Zucker zu reduzieren oder besser ganz wegzulassen, ist da kein schlechter Rat, meine ich.

13.02.201909:39 Uhr
Uwe Klasen

Einmal ist es das Fett, dann das Salz oder der Zucker oder halt alle drei. Es fehlen lediglich die wissenschaftlichen Beweise. Null Evidenz (Eindeutigkeit)! Hier hilft nur, Ruhe bewahren, weiter zu essen und zu trinken was uns schmeckt und vielleicht durch mehr Bewegung einem Anstieg des Körpergewichtes vorzubeugen!

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