Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz feiert mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer fünfjähriges Bestehen

„Fünf Jahre ‚Demokratie leben!‘ in Rheinland-Pfalz“

08.11.2019 - 12:10

Rheinland-Pfalz. Seit 2015 setzt sich das Demokratiezentrum für eine vielfältige, gewaltfreie und menschenfreundliche Gesellschaft ein. So etwa die seit 2017 existierende mobile Beratungsstelle für Betroffene von rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt „m*power“. Auf kommunaler Ebene nehmen 17 Gemeinden als „Partnerschaft für Demokratie“ am Bundesprogramm teil, und es existieren mittlerweile neun mobile Beraterinnen und Berater gegen Rechtsextremismus. Anlässlich der Festtagung „Fünf Jahre ‚Demokratie leben!‘ in Rheinland-Pfalz“ würdigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer das Engagement der Akteurinnen und Akteure, die ein stabiles und erfolgreiches Netzwerk aufgebaut haben. Der Leiter der Abteilung Demokratie und Engagement des Bundesministeriums für Familie, Senioren Frauen und Jugend, Michael Tetzlaff, und der Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, sprachen ihren Dank für den Einsatz der Akteurinnen und Akteure in den zurückliegenden fünf Jahre aus.


„Gemeinsam für Respekt, Vielfalt und für ein faires und friedliches Miteinander“


„Von Ihrem Netzwerk geht das deutliche Zeichen aus, dass wir gemeinsam für Respekt, Vielfalt und für ein faires und friedliches Miteinander stehen. Wir dürfen nicht wegsehen, wenn unsere Demokratie durch eine neue Dynamik im Rechtsextremismus bedroht wird“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Landesregierung tue alles dafür, damit die Sicherheitsbehörden konsequent gegen Gewalt und Extremismus vorgehen können. Genauso wichtig sei eine Präventionsarbeit gegen Gewaltstrukturen und eine tief verankerte Demokratiepädagogik. „Das Landes-Demokratiezentrum ist wichtig für die Förderung und Vernetzung dieser Strukturen. Deshalb brauchen wir ein Programm wie ‚Demokratie leben!‘ mehr denn je“, so die Ministerpräsidentin. Das Land tue alles, um diese wichtige Arbeit zu stärken und unterstütze die Bestrebungen von Bundesministerin Franziska Giffey für ein Demokratiefördergesetz.

„Wie wichtig die Arbeit des Demokratiezentrums in Rheinland-Pfalz ist, kann man exemplarisch anhand der Fallzahlen der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus sehen“, führt Detlef Placzek aus. „Knapp 600 registrierte Fälle wurden in den vergangenen fünf Jahren beraten. Im Jahr 2017 waren es 111, im Folgejahr 176 und dieses Jahr bereits 184 Fälle, in denen die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Kommunen, Bürgerinnen und Bürger oder Betroffene unterstützen konnte“, berichtet Detlef Placzek.

Das Demokratiezentrum Rheinland-Pfalz ist verortet im Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung und sieht seinen Handlungsschwerpunkt vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.


Planspiele gegen Extremismus und Distanzierungsberatung ,Rückwege‘


„Stärkung einer positiven Jugendentwicklung auch im Rahmen der Prävention ist ein wichtiger Baustein im Einsatz gegen Extremismus. Deshalb liegt auch hier ein Fokus des Demokratiezentrums Rheinland-Pfalz. Unter anderem mit unseren Planspielen gegen Extremismus oder der Distanzierungsberatung ,Rückwege‘ wollen wir unseren Beitrag leisten“, hält Petra Fliedner, Leiterin des Demokratiezentrums Rheinland-Pfalz, abschließend fest.

Zum 31. Dezember 2019 endet die aktuelle Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, das 2014 von der damaligen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig ins Leben gerufen wurde. Zur Umsetzung des Projektes wurden bislang bundesweit ca. 430 Millionen Euro zur Förderung von Toleranz, Gewaltfreiheit, Menschenfreundlichkeit und Demokratie durch das Bundesprogramm eingesetzt. In Rheinland-Pfalz wurden die kommunalen Partnerschaften für Demokratie mit rund 7,3 Millionen Euro unterstützt, das Landesdemokratiezentrum mit rund 4 Millionen, weitere Fördermittel flossen in Modellprojekte der Prävention, 20 Prozent der Bundesmittel werden jeweils seitens der Kommunen und des Landes als Eigenanteil eingebracht.

Pressemitteilung

Landesamt für Soziales,

Jugend und Versorgung

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Berichte

Sportabzeichen-Treff 2019

Urkunden und Abzeichen

Höhr-Grenzhausen. Alle erfolgreichen Teilnehmer des „Sportabzeichen-Treffs am Moorsbergstadion 2019“ sind am Mittwoch, 27. November um 17:30 Uhr in den Sitzungssaal des Rathauses in Höhr-Grenzhausen eingeladen. Dort werden die Urkunden und Abzeichen von Bürgermeister Thilo Becker überreicht. mehr...

Gymnasium im Kannenbäckerland Höhr-Grenzhausen - Klassenfahrt der 9a und 9b führte in die Bundeshauptstadt -

Erlebnisreiche Tage in Berlin

Berlin. Die Fahrt nach Berlin verlief ohne Zwischenfälle und am frühen Abend erreichte die Schülergruppe mit ihren vier Begleitlehrerinnen das All-In-Hostel in Berlin-Friedrichshain. Nach dem Einchecken ging es zum gemeinsamen Bowlen und Pizzaessen. Bereits um 7.30 Uhr gab es am nächsten Tag Frühstück und dann stand eine zweistündige Stadtrundfahrt auf dem Programm. So wurden viele der Sehenswürdigkeiten... mehr...

Weitere Berichte

Ein Angebot des Jugend- und Kulturzentrums „Zweite Heimat“

Selbstbehauptungsworkshop für Kinder

Höhr-Grenzhausen. In diesem erlebnisorientierten Workshop werden Kinder spielerisch im Umgang mit Grenzüberschreitungen und Gewalt geschult, ohne dass ihnen dabei Angst gemacht wird. Grundlage hierfür ist zunächst das Beobachten und Erkennen unterschiedlicher Gefühle. mehr...

Politik

Ortsverein Grüne Dierdorf

Grüne Dierdorf freuen sich auf lebendige Gesprächsrunde

Dierdorf. Am Montag, 18. November 2019 um 20 Uhr treffen sich die Grünen der Verbandsgemeinde Dierdorf im Waldhotel, Neuwieder Straße 47 in Dierdorf. Sie berichten von ihrer Arbeit in den Räten und Ausschüssen von Verbandsgemeinde und Stadt Dierdorf. mehr...

Ellen Demuth wird bei
ihrer Kandidatur unterstützt

CDU-Gemeindeverband Rengsdorf-Waldbreitbach

Ellen Demuth wird bei ihrer Kandidatur unterstützt

Waldbreitbach. Der CDU-Gemeindeverband Rengsdorf-Waldbreitbach sprach sich bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung einstimmig für eine erneute Landtagskandidatur von Ellen Demuth im Wahlkreis drei (Linz am Rhein/Rengsdorf) aus. mehr...

Zweckverband Kita Haiderbach

Sitzung

Wittgert. Am Donnerstag, 14. November, um 19:30 Uhr, findet in der Kindertagesstätte Haiderbach, eine Sitzung des Zweckverbandes „Kindertagesstätte Haiderbach“ statt. Folgende Punkte stehen auf der Tagesordnung:... mehr...

Sport
Westerwald Volleys siegen
sich an die Tabellenspitze

Volleyball-Rheinland-Pfalz-Liga der Männer

Westerwald Volleys siegen sich an die Tabellenspitze

Wirges. In zwei ansehnlichen Partien gegen die SG Feldkirchen/Neuwied und den bisherigen Spitzenreiter TSV Speyer II setzten sich die Westerwald Volleys bei teilweise knappen Sätzen am Ende verdient mit jeweils 3:1 (25:21, 25:19, 23:25, 25:16 sowie 25:20, 25:19, 20:25, 25:21) durch. mehr...

Wirtschaft
Tattoos,
so individuell wie der Mensch selbst

- Anzeige -Tattooschmiede Höhr-Grenzhausen

Tattoos, so individuell wie der Mensch selbst

Höhr-Grenzhausen. Gründe, sich Bilder auf der Haut verewigen zu lassen, gibt es viele. Und alle sind so individuell, wie der Mensch selbst. Die Wahl des Tätowierers ist Vertrauenssache und eine Sache der gleichen Wellenlänge. mehr...

Gisela Klier und Rudi Zenz wurden
nach vielen Jahren verabschiedet

-Anzeige-Ehrungen im Verwaltungsrat der Kreissparkasse Mayen

Gisela Klier und Rudi Zenz wurden nach vielen Jahren verabschiedet

Mayen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im „Alten Rathaus“ in Mayen wurden verdiente Mitglieder des Verwaltungsrats der Kreissparkasse geehrt. Gisela Klier und Rudi Zenz wurden nach vielen Jahren, in denen sie das KSK-Gremium mit ihrer konstruktiven Arbeit begleitet haben, verabschiedet. mehr...

 
Lesen Sie Jetzt:
Umfrage

50 Jahre Internet: Wie wäre eine Welt ohne Netz?

Katastrophe, kann ich mir nicht vorstellen.
Das Leben würde sich spürbar verändern.
Wieder direkt miteinander kommunizieren.
Wir sind eh schon viel zu abhängig davon, wäre für mich kein Problem.
aktuelle Beilagen
 
Kommentare
Siegfried Kowallek:
Da hatten die Landtagsfraktionen von CDU, FDP, SPD und Grünen wegen einer Abwahl des Medienausschussvorsitzenden Joachim Paul von der AfD eine Sondersitzung beantragt, und im Koblenzer Stadtrat wollten die von zwei Ratsmitgliedern der Grünen unterstützten Linken mit dem Antifa-Symbol ein Zeichen gegen Joachim Paul setzen, der ja nicht nur Landtagsabgeordneter, sondern auch Ratsmitglied ist, weil es im Raum ist, er habe für eine rechtsextreme Zeitschrift geschrieben. Optimal wäre es gewesen, hätte man angesichts dieser ja erlaubten Zeichensetzung die AfD allein aus dem Saal gehen lassen. Aber durch das gemeinsame Vorgehen, mit der AfD die Sitzung zu verlassen, solidarisierten sich die lokalen Vertreter der Landtagsparteien CDU und FDP dem Anschein nach mit Joachim Paul, dessen Abwahl als Medienausschussvorsitzenden beide Landtagsfraktionen andererseits wiederum wünschen. Eine überzeugende und widerspruchsfreie klare Kante ihrer Ratsmitglieder im Hinblick auf den Vorwurf rechtsextremer Betätigung Joachim Pauls lässt sich bei den von der AfD insbesondere nach der Wahl in Thüringen gerne als gleichfalls „bürgerlich“ vereinnahmten Parteien so nicht erkennen. Siegfried Kowallek, Neuwied
Walter Müller:
Gut zu wissen, dass sich FDP, CDU und freie Wähler in Koblenz im Zweifel eher hinter Faschisten stellen und Sympathie zeigen. Auch unser Grundgesetz ist antifaschistisch geschrieben - aus gutem Grund. Niemand sollte Faschisten verteidigen!
juergen mueller:
Anstatt zu "Reden" und zu klären, was ja sonst auch immer ausgiebig gemacht wird, steht man auf und geht und zwar gemeinschaftlich Fraktion für Fraktion. Und keiner hat den Arsch in der Hose, wenn er eine solche Reaktion als eine der falschen Wahl ansieht, sitzen zu bleiben. Eine Einigung auf der Basis, Antifa-Symbole für die Dauer der Ratssitzung einfach wieder verschwinden zu lassen, wäre m.E. möglich gewesen.
Stefan Knoll:
Es ist nicht zu fassen, was der SWR in seiner Berichterstattung zu Joachim Paul herausgefunden hat. Paul gehört zum rechten Rand der rechten AfD. Dieser desolate rheinland-pfälzische AfD-Landesvorstand mit Joachim Paul hat die Landespartei schon jetzt enorm geschwächt. Ein Joachim Paul als AfD-Landesvorsitzender würde die Landes-AfD ins politische Niemandsland katapultieren. Hoffentlich wählt der Medienausschuß des Landtags Joachim Paul diese Woche als Vorsitzenden ab.
Antje Schulz:
Wieso war eigentlich Joachim Paul von der AfD nicht auf der Stadtratssitzung in Koblenz anwesend? Die Niederlagenserie des Joachim Paul ist schon beeindruckend. Die katastrophalen AfD-Wahlergebnisse in Koblenz, die Niederlage von Paul bei der versuchten Klage gegen die SPD-Landtagsabgeordnete Köbberling, das gescheiterte Burkiniverbot und jetzt die erhärteten Indizien bei den hervorragenden Recherchen des SWR bei der Frage, ob Joachim Paul Autor einer NPD-Zeitschrift war. Und hierbei stellt sich zudem die Frage: Ist Joachim Paul ein Lügner und hat vor dem Medienausschuß des Landtags die Unwahrheit gesagt? Und zwei weitere Fragen stellen sich: Christiane Christiane und Jens Ahnemüller sind wegen Nichtigkeiten mit Parteiausschlußverfahren (PAV) des AfD-Landesvorstands konfrontiert. Zeigt Uwe Junge jetzt auch konsequentes Handeln und belegt Joachim Paul mit einem PAV? Und werden die Mitglieder wirklich Joachim Paul im November zum AfD-Landesvorsitzenden wählen? Das wäre erschreckend.
juergen mueller:
Herr Zwiernik. Was Ihre Partei sich bei dieser Aktion gedacht hat,weiß ich nicht. Vor allem nicht,ob Sie und Ihre Fraktionskollegen/innen darüber informiert sind,dass sich die Antifa-Bewegung mittlerweile anders positioniert hat,nämlich,indem sie sich z.B.antisemitischer Klischees,der Bildersprache aktueller Rechtsextremen und gewaltsamer Aktionsformen bedient und befürwortet. Wenn das von Ihrer Grünen-Partei befürwortet u.akzeptiert wird,sind Sie in der falschen Partei. Bevor man eine solche,m.E. für eine Ratssitzung unpassende Aktion startet (es gibt andere Möglichkeiten) sollte man schon seinen Denkapparat auf "grün" schalten u.nicht auf "rot".
juergen mueller:
Dieses Verhalten angeblicher "Volksvertreter" zeigt nur eines auf:"Nichts ist wichtiger als das eigene Ego in trockene Tücher zu betten und sich in Selbstmitleid zu baden, dass es überhaupt jemand gewagt hat, sie mit einer Aktion zu konfrontieren, mit der sie offensichtlich ganz einfach überfordert waren". Damit haben sich die gewollt überforderten und jeglicher Redekunst beraubten "Abwesenden" keinen Gefallen getan. Die für die Zukunft erdachte Lösung einer Änderung der Geschäftsordnung ist nur das erbärmliche Produkt politischer Hilflosigkeit auf eine Konfrontation mit einer Situation, auf die man nicht vorbereitet, nicht im Vorfeld informiert wurde. Diese Selbstentlarvung war überfällig, da sie aufgezeigt hat, was gewisse Volksvertreter unter einer demokratischen Verantwortung verstehen ... wenn es sie kalt erwischt.
Uwe Klasen:
"Er appellierte an die Fraktionen des Stadtrates sich zu beraten, wie solches Verhalten künftig vermieden werden kann." ---- Das tragen und zeigen solch "Verfassungsfeindlicher" Symbole (hier: Antifa-Devotionalien) ganz einfach Unterlassen!
Service
LESETIPPS
GelesenEmpfohlen
Anzeige Online bestellen

Geben Sie Ihre Anzeige in wenigen Schritten einfach selbst auf - Rund um die Uhr auf unserer Online-Anzeigenaufgabe! Wählen Sie hier einfach die passende Rubrik aus.