Politik | 09.03.2023

Erwin Rüddel fordert organisatorische Trennung bei Verwaltungsverfahren

Für Humanität und Ordnung in der Asyl- und Flüchtlingspolitik

Erwin Rüddel.  Foto: Büro Rüddel

Region. „Den Vorschlag zur Gründung einer Bundesagentur für Einwanderung, einer ‚Work-and-Stay‘-Agentur begrüße ich und halte ihn, auch mit Blick auf die Situation in meinem Wahlkreis, für gleichermaßen wichtig wie richtig. Künftig ist es unbedingt erforderlich, Asylverfahren und die Einwanderung von Fachkräften organisatorisch klar voneinander zu trennen“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Der Parlamentarier weist darauf hin, dass Deutschland seit Jahren seine humanitäre Pflicht gegenüber Flüchtigen auf herausragende Weise erfüllt. Gleichzeitig müsse aber erkannt werden, dass immer mehr Kommunen inzwischen an ihr Limit geraten. Flächendeckend fehle es an Wohnraum, Ärzten, Lehrern, Kitaplätzen und vielem mehr.

„Die derzeit ungeordnete und ungebremste irreguläre Migration gefährdet auch in unserer Region den gesellschaftlichen Rückhalt für die humanitäre Verantwortung, Schutzsuchenden zu helfen. Damit die Integration tatsächlich Schutzbedürftiger gelingen kann, muss die irreguläre Migration schleunigst verringert werden. Flüchtlinge brauchen unsere Unterstützung und Hilfe. Um Einwanderer hingegen in den Arbeitsmarkt zu bringen, müssen wir aktiv werden, damit sie als Fachkräfte nach Deutschland kommen“, konstatiert Rüddel.

Das Verwaltungsverfahren für beide Personengruppen sei grundlegend unterschiedlich: „Bei Asylbewerbern steht eine rechtsstaatliche Entscheidung über ein Bleiberecht im Vordergrund. Bei der Gruppe der Fachkräfte hingegen müssen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, damit sie sich gezielt für den Weg zu uns nach Deutschland entscheiden.“

Wie der Abgeordnete weiter anmerkt, bedarf es dafür einer organisatorischen Trennung zwischen Asylverfahren und Einwanderung. Deshalb mache der Aufbau einer neuen zentralen Einwanderungsagentur, um die Fachkräfteeinwanderung endlich zu beschleunigen, umso mehr Sinn. Damit werde die unverzichtbare Trennung zwischen der Asylmigration und der Arbeitsmigration institutionalisiert.

Rüddel erinnert daran, dass allein im vergangenen Jahr 2022 in Deutschland 244.000 Asylanträge gestellt wurden, wodurch die faktischen Aufnahmekapazitäten vielerorts an ihre Grenzen stoßen. Um der humanitären Verantwortung gegenüber Schutzberechtigten gerecht zu werden, seien wirksame Maßnahmen zur Steuerung und Begrenzung von irregulärer Migration unabdingbar.

Das BAMF und die kommunalen Ausländerbehörden sollten sich zukünftig auf die Gruppe der Asylbewerber konzentrieren. „Bei der Einwanderung von Fachkräften kann eine neue Bundesagentur für Einwanderung helfen. Fachkräfte erhalten so Service aus einer Hand: Von der Arbeitsplatzvermittlung, der Prüfung der Voraussetzungen für die Einreise, über das nötige Visum bis hin zum Aufenthaltstitel nach Ankunft in Deutschland“, betont der Christdemokrat.

Die Trennung zwischen Asylverfahren und Einwanderung bedeute auch, dass ein Spurwechsel oder gar „Wahlfreiheit“ zwischen Asylverfahren und Erwerbsmigration grundsätzlich nicht mehr notwendig ist. „Für die Erwerbsmigration sind die Rahmenbedingungen gesetzlich festgelegt – insbesondere die Voraussetzung bestimmter Qualifikationen. Die hilft bei der Fachkräftezuwanderung und gleichzeitig werden die Asylverfahren schneller und besser gesteuert bis zu gegebenenfalls auch der Abweisung“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Büro Erwin Rüddel, MdB

Erwin Rüddel. Foto: Büro Rüddel

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Anlagenmechaniker
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Stellenanzeige mehrere Stellen
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Titelanzeige
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
21

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2289

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
134

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Essen auf Rädern
Holz Loth-Entsorgung
Kreishandwerkerschaft
Fahrer gesucht (m/w/d)
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Oster-Anzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Ostergruß
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Haus
Angebotsanzeige (April)
PR-Anzeige
Dauerauftrag 2026
Anzeige Lange Samstage
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in