Politik | 09.12.2022

Grüne Ratsfraktion Koblenz

Garten Herlet nicht für Hotelneubau opfern

Der Garten Herlet. Quelle: Grüne Koblenz

Koblenz. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität hat in seiner Sitzung vom 6. Dezember mehrheitlich für den Entwurfs- und Offenlagebeschluss Bebauungsplan „Hotel zwischen Firmungstraße und Herletweg gestimmt“. Die Mitglieder der Ratsfraktion der Grünen stimmten gegen die Beschlussvorlage der Verwaltung und fürchten, dass die beabsichtigte Bebauung den bei den Bewohner:innen der Altstadt beliebten Garten Herlet in seiner jetzigen Form unwiederbringlich zerstören wird.

Dazu erklärt Ute Görgen, Mitglied der Grünen Ratsfraktion und Altstadtbewohnerin: „Der Garten Herlet ist eine der letzten noch nicht versiegelten Flächen der Altstadt. Die Planungen sehen nun vor, dass ca. zwei Drittel des Gartens mit einer Tiefgarage unterbaut werden. Die kühlende Wirkung des Gartens auf die Nachbarschaft und die Fähigkeit zur Aufnahme von Regenwasser würde damit erheblich reduziert. Angesichts der fortschreitenden Klimakrise und der zunehmenden Überhitzung unserer Stadt im Sommer sprechen wir uns klar gegen diese Pläne aus.“

Der Garten Herlet ist seit Jahrhunderten eine unbebaute Fläche und damit eine Ausnahme in der Altstadt. Über die Zeit entwickelte sich dort ein artenreiches Biotop. Besonders schützenswert sind die beiden sortenreinen Schwarzpappeln. Diese Baumart ist in der Roten Liste in der Kategorie 3 (gefährdet) eingestuft und steht unter Naturschutz.

Andrea Mehlbreuer, Mitglied der Grünen Ratsfraktion und des Ausschusses für Stadtentwicklung und Mobilität, ist der Meinung: „Wenn das neue Hotel wie geplant gebaut wird, wird der gesamte Charakter des Garten Herlet infrage gestellt. Die Unterbauung wird dem Garten massiv schaden. Dass zusätzlich über den Garten ein gläserner Steg führen soll, wird die Aufenthaltsqualität massiv einschränken. Die bisherigen Nutzer:innen des Gartens werden sich beobachtet fühlen und den von Agnes Herlet im Jahr 1980 an die Einwohner:innen der Stadt vermachten Garten weniger oft besuchen. Anstelle eines vollkommen überdimensionierten und ästhetisch wenig ansprechenden Hotelneubaus fordern wir eine maßvolle Wohnbebauung ohne Tiefgarage, um den Garten vollständig zu erhalten. Dies wäre im Sinne der Bewohner:innen der Altstadt.“

Pressemitteilung der

Grünen Ratsfraktion

Der Garten Herlet. Quelle: Grüne Koblenz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
12.12.202210:54 Uhr
juergen mueller

Man kann den Garten HERLET als KLEINOD bezeichnen, dessen Erhalt ja auch immer wieder hervorgehoben wurde, auch von denen, die nun für den Hotelneubau gestimmt haben.
Was bleibt ist, dass dieses Hervorheben nur reine Makulatur ist/war. Mit seiner Mär, man müsse, um etwas gegen Klimawandel/Klimakrise zu tun, nun endlich konkret werden, unterhöhlt man mit dieser Entscheidung mal wieder sein eigenes Gerede. Statt Entsiegelung tut man alles dafür, dem letzten flecken Erde auch noch seine Natürlichkeit u. seine Funktionalität zu nehmen. Den GRÜNEN muss man in diesem Punkt voll u. ganz recht geben. Die Stadt setzt weiterhin ihre Politik fort, Wirtschaft u. Touristik voranzubringen, koste es was es wolle. Einer Glaubhaftigkeit, wirklich etwas Klimawandel/Klimakrise entgegenzusetzen, stellt sie damit selbst in Frage. Koblenz ist u. bleibt eine Betonwüste, setzt auf Ver- anstatt Entsiegelung.

Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 7

  • Annika wald: Am Kinderspielplatz an der Ahr in Bad Neuenahr mit Blick auf den Fitnesspark.
  • Lena: In Bad Neuenahr beim Fitnesspark in der Nähe vom Spielplatz
  • Jörg: Gegenüberliegende Seite des Kurparks in Ahrweiler. Zu sehen ist die Fitnessstation. Im Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park, Teichstraße 11, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
  • Realist86: Das ist doch mal wieder das perfekte beispiel dafür, weshalb man die Klimaapokalypsen-rhetorik nicht ernst nehmen sollte. Die "da oben, die uns das einreden glauben doch selber nicht daran! Sonst würden...
  • Christoph Gerdom : Wohnraumvernichtung prägt dieses Vorhaben und nimmt dem Steinweg seinen besonderen Charakter.Erhalt und Umgang mit einer Historischen Altstadt sind dementsprechend dringend mit allen Mitteln Umzusetzen.
Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Kreishandwerkerschaft
Eröffnung Padel-Arena
Eröffnung mit Tag der offenen Tür Padle Arena Mendig
Stellenanzeige "Forstwirt"
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Auf reges Interesse stießen die Mitglieder von Grünen und der SPD auf dem Maisons-Laffitte-Platz.  Foto: privat
20

Remagen. Wohnraum für alle, keine Luxuswohnungen am Rhein, für diese Forderungen stellten sich die Stadtratsmitglieder Antonio Lopez und Rolf Plewa in Remagen den Bürgern zur Diskussion. Auf reges Interesse stießen die Mitglieder von Grünen und der SPD auf dem Maisons-Laffitte-Platz. „Wir müssen dagegen sein, kommunalen Grund und Boden nahezu zu verschenken“, so Lopez. „Familien mit Kindern und Senioren...

Weiterlesen

Symbolbild.
33

Glaselemente an Bushaltestellen im Westerwald beschädigt

01.06.: Vandalismus in Meudt: Unbekannte zerstören Bushaltestellen

Meudt. Im Zeitraum von Sonntag, dem 31. Mai 2026, gegen 22:00 Uhr, bis Montag, dem 1. Juni 2026, um 6:17 Uhr, ereigneten sich mehrere Sachbeschädigungen an Bushaltestellen in der Gemeinde Meudt. Unbekannte Täter zerstörten die Glaselemente an drei verschiedenen Bushaltestellen.

Weiterlesen

Werbeplan 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Titel KW 22
letzte Mai-Woche
Gesundheit
Gesundheitsmagazin  MYK
Eröffnung Padel-Arena
Anzeige Walzerschritt/ Sonderpreis
Wärmepumpe,ÖL/Gasheizung
Premium-Titel 2
Brückenstraßenfest
Angebotsanzeige (Mai)
Anzeige lange Samstage
JGV Fest & Königsschießen OberzissenOstereierschießen in Oberzissen
Schulhausmeister/in (w
vorab überwiesen am 22.05.2026