Bundestagsabgeordneter Detlev Pilger (SPD)
„Gebt den Schaustellerfamilien eine klare Öffnungsperspektive!“
Koblenz.Angesichts täglich sinkender Inzidenzen und gleichzeitig steigenden Impfquoten fordert der Bundestagsabgeordnete für Koblenz und die Region, Detlev Pilger (SPD), eine klare Öffnungsperspektive für Volksfeste und die Branche der Schaustellerinnen und Schausteller.
„Nach 14 Monaten der Schließungen und des Wartens sollte man der Branche nun, da die Zahlen sinken, einen konkreten Weg zurück in die Normalität aufzeigen!“, so Pilger, und bezieht sich dabei auf eine Forderung der Interessengemeinschaft deutscher Schausteller (IDGS), die in einem offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages beklagt hatte, dass mit der Absage des Oktoberfestes und weiterer Volksfeste ein falsches Signal gesetzt werde. Die IDGS verlangt, dass bei Impfquoten ab 65 Prozent ihre Veranstaltungen wieder regulär stattfinden dürfen und setzt sich für klare Rahmenbedingungen ein.
Pilger, der einige der Schaustellerfamilien privat kennt und seit vielen Jahren unterstützt, teilt diese Forderungen. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesverbandes des Markt-, Reise- und Schaustellergewerbes Rheinland-Pfalz e.V., Achim Müller, drängt er darauf, dass Zusagen eingehalten werden und längst versprochene Hilfen endlich ausbezahlt werden. Pilger: „Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, dass uns das Schicksal dieses Berufsstandes, der es ohnehin nie leicht hatte, völlig egal ist.“
Für Achim Müller ist die Lage akut existenzbedrohend. Aus den vielen Rückmeldungen seines Verbandes weiß er: „Wenn wir dieses Jahr wieder nicht öffnen dürfen, bedeutet das das Aus für viele Volksfeste und Kirmes. Viele Familien können einfach nicht mehr. Sie müssen aufgeben und sich neue Beschäftigungen suchen, um überhaupt überleben zu können.“ Von der Politik ist er enttäuscht: „Mir ist absolut unverständlich, warum hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Denn während die Außengastronomie und der Tourismus langsam wieder öffnen dürfen, gibt es für uns bisher überhaupt nichts Konkretes. Dabei finden unsere Veranstaltungen doch auch draußen statt, wo nur 0,1 Prozent aller Infektionen auftreten.“
Beide, Pilger und Müller, fordern, dass Volksfeste und Kirmes bei entsprechender Lage bald wieder stattfinden dürfen. Man hätte viel Geduld bewiesen und in der Zwischenzeit gut durchdachte Hygienekonzepte mit sicheren Laufwegen entwickelt. Nun sei es an der Politik ihre Versprechen zu halten.
Pressemitteilung des
Büro von Detlev Pilger

Kirmes gestern und heute- ein Unterschied wie Feuer und Wasser.
Die Kinder brauchen aber die Kirmes, es ist ein schönes Erlebnis für die ganze Familie. Leider frisst die Deutsche Überbürokratie die Schausteller regelrecht auf, auch wie Herr Müller schon sagt, mit utopischen Gebühren. Wenn man diese Dinge als Volksgut ansieht, dürfte es nur minimal an Gebühren sein. Die Politik ist ein Fass ohne Boden, unfähig etwas durchzusetzen, es sei denn es ist für sie selbst. Achtung und Respekt hat die Politik nicht mehr verdient, es ist nur noch grauenhaftes Geschwafel und bunte Bildchen-möglichst mit den "benannten" Personen, die eigentlich auch keiner sehen will, außer sie selbst.
Wünsche allen einen schönen Juni und viel Sonne.
Das ist doch Phrasendrescherei, Herr Pilger. WIR (WER wir?) dürfen nicht ... dieser Eindruck ist bereits FAKT und das nicht erst seit Corona. Diesem Berufsstand wurde es durch die Stadtpolitik noch nie leicht gemacht, im Gegenteil. Was ist aus unserer Kirmes geworden? Von einem Platz zum anderen bis zum endgültigen AUS degradiert, Städtische Gebührengier, der fast kaum einer noch nachkommen kann Das politische Geschwätz von erhaltenswertem Brauchtum alleine ist schon existenzgefährdend, weil genau das Gegenteil an der Tagesordnung ist. Ihr Aufruf, Herr Pilger, ist ja an falscher Dramatik nicht zu überbieten. Anstatt große Töne zu spucken, geben SIE diesem Berufsstand eine wirkliche Perspektive u. zwar eine, an der sich dieser jährlich in unserer Stadt orientieren u. darauf verlassen kann (alleine das wirft schon altbekannte Zweifel auf). Was der Politik schon immer gefehlt hat, sind Offenheit, Klarheit, Ehrlichkeit u. nicht schwammige Redewendungen ohne Aussagekraft u. Wahrheitsgehalt