Rheinbach Hauptausschuss war sich einig
Gebühren für Abwasser und Straßenreinigung sinken deutlich
SPD beantragt sogar eine noch höhere Entlastung der Bürger – Schneearmer Winter sorgt für Einsparungen beim Winterdienst
Rheinbach. Gute Nachricht für die Haushalte in Rheinbach: die Abwassergebühren sinken im kommenden Jahr ebenso wie die Straßenreinigungsgebühren. Das empfiehlt der Haupt- und Finanzausschuss dem Stadtrat, der am 17. Dezember das letzte Wort in der Angelegenheit hat.
So soll die Gebühr für das Schmutzwasser 2019 von 3,18 auf 2,97 Euro pro verbrauchtem Kubikmeter gesenkt werden und die Gebühr für das Oberflächenwasser von 1,57 auf 1,51 Euro pro Quadratmeter gewichteter Grundstücksfläche.
Vielleicht fällt die Gebührensenkung sogar noch höher aus, denn Dr. Georg Willers (SPD) hatte während der Sitzung beantragt, Überschüsse aus den Vorjahren, die bislang noch nicht in die Berechnung eingeflossen waren, ebenfalls einzukalkulieren. Er bezifferte die Überschüsse auf 90.000 Euro beim Oberflächenwasser und 100.000 Euro beim Schmutzwasser. Bis zur Ratssitzung soll die Stadtverwaltung prüfen, ob dies möglich ist und welche Auswirkungen das auf die Gebühren hätte.
Erhöhungen aus 2017 wieder abgemildert
Allerdings waren im Jahr 2017 die Gebühren um zehn Prozent beim Schmutzwasser und um 25 Prozent beim Oberflächenwasser angehoben worden, weil das von der Stadt vorgelegte Abwasserbeseitigungskonzept schneller umgesetzt werden musste als ursprünglich geplant und damit in den ersten Jahren höhere Investitionen zu leisten waren. Diese Erhöhung wurde nun teilweise wieder zurückgenommen, vor allem aufgrund der günstigen Kostenentwicklungen bei der „baulichen Unterhaltung“ sowie der Rückgabe von Überschüssen aus Vorjahren.
Nach wie vor sind aber die Abwassergebühren in Rheinbach mit die niedrigsten im ganzen Rhein-Sieg-Kreis.
So muss ein Vier-Personenhaushalt im Kreisdurchschnitt 917 Euro pro Jahr an Abwassergebühren zahlen, im Vergleich dazu liegt die Belastung in Rheinbach bei lediglich 775 Euro (Vorjahr 824 Euro). Nur Sankt Augustin, Meckenheim und Swisttal sind günstiger, in Much und Neunkirchen-Seelscheid muss ein Vier-Personenhaushalt hingegen mehr als 1200 Euro pro Jahr berappen.
Kehrdienst teurer, Winterdienst billiger
Die Straßenreinigungsgebühren für den Kehrdienst erhöht sich zwar um vier Cent auf 1,04 Euro je Frontmeter, dafür wird der Winterdienst deutlich günstiger, nämlich von 80 auf 70 Cent je Frontmeter. Letzteres ist vor allem dem milden Winter des vergangenen Jahres mit relativ wenig Schneefall zu verdanken, denn dadurch musste auch wenig Schnee auf den Straßen geräumt werden. Zum Vergleich: im schneereichen Jahr 2012 betrug die Straßenreinigungsgebühren für den Winterdienst stolze 2,20 Euro pro Frontmeter und im Jahr 2013 auch noch 2,08 Euro.
JOST
