Gemeinderat Grafschaft verabschiedet Wirtschaftspläne
Gebühren für Wasser und Abwasser werden wohl dank Haribo nicht erhöht
Gemeinderat hofft auf den Wasserbezug nach Aufnahme des Betriebs – Erste Planungsschritte für Feuerwehrgerätehaus Eckendorf
Grafschaft. Die Eckendorfer Feuerwehr braucht ein neues Feuerwehrgerätehaus. In das alte passt nämlich ein Feuerwehrauto in den modernen Ausmaßen überhaupt nicht mehr hinein. Der Grafschafter Gemeinderat brachte daher in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Planungen für ein neues Feuerwehrgerätehaus auf den Weg.
Es soll am Ortsausgang in Richtung Fritzdorf gebaut werden, schräg gegenüber dem heutigen Bolzplatz, aber auf der anderen Feldwegseite. Das erfordert allerdings die Änderung des Flächennutzungsplans sowie das Aufstellen eines Bebauungsplans, die dafür erforderlichen Verfahren wurden jetzt in Gang gesetzt.
Dabei gibt es allerdings ein großes Planungshindernis, denn nach Ansicht des Landesbetriebs Mobilität (LBM) muss eine Linksabbiegerspur auf der Kreisstraße 37 gebaut werden. Die würde allein mit rund 300.000 Euro zu Buche schlagen, berichtete Bürgermeister Achim Juchem dem Rat. „Wir müssen also abwarten, ob der LBM im Verfahren tatsächlich eine Linksabbiegerspur fordert, oder ob man doch darauf verzichten kann“, war der Bürgermeister skeptisch. Bleibe der LBM dabei, sei das Thema praktisch gestorben. SPD-Sprecher Udo Klein war der Ansicht, auf die Abbiegespur könne man problemlos verzichten. Ansonsten sei der Standort richtig und gut gewählt, zumal der Bolzplatz dann auch wegen der damit einhergehenden Infrastruktur besser für größere Veranstaltungen genutzt werden könne.
Wasserwerk rechnet 2017 mit kleinem Gewinn
Einstimmig genehmigte der Gemeinderat den Wirtschaftsplan 2017 für den Eigenbetrieb Wasserwerk, der bei einem Gesamtvolumen von 1,8 Millionen Euro einen kleinen Gewinn von 1500 Euro ausweist. Zum Vergleich: Für das laufende Jahr 2016 hatte man einen Gewinn von 2500 Euro eingeplant, wird aber voraussichtlich mit einem Plus von 31.500 Euro abschließen. Für die kommenden Jahre rechnet man allerdings mit Verlusten zwischen 16.000 und 43.000 Euro. Dennoch soll auf eine Gebührenerhöhung verzichtet werden, war man sich im Gemeinderat einig. Zunächst wolle man abwarten, wie es sich auf den Wasserverbrauch auswirke, wenn erst Haribo den Betrieb im Innovationspark Rheinland aufnimmt, so Juchem.
„Jeder verkaufte Kubikmeter Wasser bringt Gewinn, und das Haribo Wasser braucht, steht außer Frage“, bestätigte Hubert Münch (SPD). Auch Richard Horn (FWG) machte klar, dass noch einige Unbekannte in der Rechnung seien, die am Ende doch noch zu einem positiven Ergebnis führen könnten.
Zumal, so Roland Schaaf (CDU), noch erhebliche Rücklagen vorhanden seien, mit denen man auf Jahre hinaus eventuelle Verluste abfedern könne. Auch Mathias Heeb (Bündnis 90/Die Grünen) sah die Gemeinde Grafschaft im Vergleich zu vielen Nachbarkommunen in einer komfortablen Situation, was auch der guten Betriebsführung des Wasserwerks durch die Firma Eurawasser in Person von Torsten Ohlert zu verdanken sei.
1,2 Millionen Euro werden investiert
Dabei seien 2017 Investitionen in Höhe von 1,2 Millionen Euro geplant, so Juchem, wobei vor allem die Transportleitung vom Hochbehälter Birresdorf zum Hochbehälter Fritzdorfer Windmühle mit 600.000 Euro für den ersten Bauabschnitt mit einer Länge von 2600 Metern zu Buche schlägt. Für die Erneuerung des Ortsnetzes in der Straße „An den Linden“ in Nierendorf und in der „Heidestraße“ in Bölingen sind weitere 150.000 Euro vorgesehen. Die Erneuerung der Kammerauskleidung im Hochbehälter Bölingen mit Platten aus Polyethylen wird mit 130.000 Euro veranschlagt, und die Erneuerung des Ortsnetzes in der „Thonwerkstraße“ in Lantershofen kostet rund 80.000 Euro.
Ebenso einstimmig verabschiedete das Gremium den Wirtschaftsplan 2017 für den Eigenbetrieb Abwasser, der voraussichtlich mit einem Verlust von 110.500 Euro bei einem Gesamtvolumen von 2,2 Millionen Euro abschließt. Auch hier sollen die Gebühren und Beiträge unverändert bleiben. Dank der 3,6 Millionen Euro an Rücklagen habe das Abwasserwerk kein strukturelles Problem, so Münch, deshalb sei in absehbarer Zeit keine Gebührenerhöhung notwendig.
Letzter Abschnitt der Kanalsanierung in Holzweiler
Im Abwasserbereich sind Investitionen in Höhe von 860.000 Euro geplant. Die Kanalsanierung in Holzweiler wird für den letzten Abschnitt von etwa 660 Metern mit 320.000 Euro veranschlagt. Auch die Erneuerung des Mischwasserkanals in der Heidestraße in Bölingen wird wohl 250.000 Euro kosten.
Die Steuerungstechnik des Regenrückhaltebeckens II im Innovationspark Rheinland wird mit 80.000 Euro veranschlagt, und an den Abwasserzweckverband Untere Ahr sollen voraussichtlich 141.000 Euro an Baukostenzuschüssen zur anteiligen Finanzierung der überörtlichen Investitionen weitergereicht werden.
JOST
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