Politik | 09.03.2026

„Geduld ist aufgebraucht“: Stillstand bei L 74-Sanierung sorgt für Frust

Ortsbürgermeister Robert Zawada an der L74.  Foto: Mara Schmitz

Wershofen. Die Ortsgemeinde Wershofen und Ortsbürgermeister Robert Zawada kritisieren den anhaltenden Stillstand beim Ausbau der Landesstraße L 74 zwischen Wershofen und Hümmel. Das seit Jahren angekündigte Projekt befindet sich trotz mehrfacher Zusagen weiterhin im Stillstand.

Bereits im Jahr 2024 wurde der Ortsgemeinde sowie der Öffentlichkeit durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM) zugesichert, dass die Bauarbeiten Anfang des Jahres 2025 beginnen würden. Auf Grundlage dieser Zusage wurden die Bürgerinnen und Bürger entsprechend informiert.

Im Jahr 2025 teilte der LBM auf Nachfrage mit, dass zunächst Rodungsarbeiten erforderlich seien, die frühestens im Herbst 2025 stattfinden könnten, da einzelne Planungsschritte noch nicht abgeschlossen seien. Tatsächlich wurden im gesamten Jahr jedoch weder Rodungsarbeiten noch andere vorbereitende Maßnahmen durchgeführt.

Auch im Frühjahr 2026 sind bislang keinerlei sichtbare Fortschritte erkennbar. Da Rodungsarbeiten aus naturschutzrechtlichen Gründen erst wieder ab Oktober 2026 möglich sind, ist absehbar, dass sich der Beginn der Arbeit erneut stark verzögert. Auf erneute Nachfrage bestätigten die zuständigen Stellen, dass neben bestehendem Personalmangel weiterhin einzelne Planungsschritte nicht abgeschlossen sind. Ein tatsächlicher Beginn der Arbeiten wird nun frühestens für Herbst 2026 in Aussicht gestellt.

Die Ortsgemeinde kritisiert insbesondere den unzureichenden Informationsaustausch seitens der zuständigen Stellen. Aus diesem Grund hat sie sich erneut sowohl an den Landesbetrieb Mobilität als auch an das zuständige Wirtschaftsministerium gewandt und dort offiziell Beschwerde eingelegt. Auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben ihren Unmut über die anhaltenden Verzögerungen bereits zum Ausdruck gebracht.

Für die Ortsgemeinde und die Bevölkerung ist nur schwer nachvollziehbar, warum im Jahr 2024 ein kurzfristiger Baubeginn angekündigt wurde, während anschließend über einen Zeitraum von inzwischen zwei Jahren keinerlei Fortschritte erkennbar sind. Die wiederholten Verzögerungen und die wechselnden Begründungen haben das Vertrauen vieler Bürgerinnen und Bürger spürbar beeinträchtigt. Die Geduld der Bevölkerung vor Ort ist inzwischen nahezu aufgebraucht. Die Ortsgemeinde Wershofen fordert die verantwortlichen Behörden daher mit Nachdruck auf, endlich für klare Verhältnisse zu sorgen, den tatsächlichen Stand der Planungen offen darzulegen und den Baubeginn nicht weiter hinauszuzögern. Zugleich erwartet die Ortsgemeinde künftig eine transparente und verlässliche Kommunikation. Dazu gehört insbesondere ein regelmäßiger und nachvollziehbarer Informationsaustausch über den Fortschritt der Planungs- und Vorbereitungsmaßnahmen.

Foto: Mara Schmitz

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Ortsbürgermeister Robert Zawada an der L74. Foto: Mara Schmitz

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