Bei Starkregen drohen weiterhin große Schäden
Gefahr durch Altendorfer Bach
Meckenheim. Bereits am 13. Februar 2022 hatte die Wählervereinigung Bürger für Meckenheim in der in BLICK aktuell veröffentlichten Pressemitteilung „Heuballen im Altendorfer Bach“ auf dessen schlechten Unterhaltungszustand hingewiesen. Ein von der Stadt in Auftrag gegebenes Gutachten erkannte indes nur geringe Mängel. Dies sehen die Anlieger jedoch vollkommen anders, Totholz und Unrat im Bach machen ihnen große Sorge. So luden sie alle Mitglieder des Rates der Stadt Meckenheim ein, am 30. April 2022 den Bachabschnitt zwischen Widdenberg und Altendorfer Mühle in Augenschein zu nehmen. Für die BfM nahmen die beiden Mitglieder im Ausschuss für Klimaschutz und Umwelt Roland Nestler (Ratsmitglied) und Eduard Becker (Sachkundiger Bürger) sowie Ratsmitglied Marcus Knopp aus Altendorf-Ersdorf teil.
Roland Nestler fasste seine Eindrücke zusammen: Die Begehung war dringend nötig und sehr hilfreich für unsere politische Arbeit. Wir haben vieles gesehen, was wir uns nicht so vorgestellt haben - wir waren geschockt. Die Beseitigung des im Bach liegenden Mülls sowie der Bäume und Sträucher verlangt zeitnahes Handeln. Das nächste Unwetter kommt bestimmt! Es ist offensichtlich, dass hinsichtlich der Bachpflege gegenüber den Bürgern und dem Rat Aussagen gemacht wurden, die der Realität nicht standhalten. Eduard Becker ergänzt: Die Besichtigung war gut vorbereitet worden. Der Gang im Bachverlauf war abenteuerlich, aber machbar. Totholz, Baumstämme und Unrat lagen im Bachbett. Hier ist seit vielen Jahren nichts gemacht worden. Die Durchläufe hatten viel Sediment, waren daher auch sehr verengt. So können Wassermassen bei einem Starkregen nicht wirklich schnell abfließen. Böschungen waren teilweise seit Längerem abgebrochen und nur unzulänglich gesichert. Marcus Knopp meinte zusammenfassend: Es war nach Aussage aller Teilnehmer eine sehr beeindruckende Bachbegehung. Alle Teilnehmer sehen hier dringend schnellen Handlungsbedarf, da die Starkregen-Wahrscheinlichkeit im Sommer am größten ist. Der gegenwärtige Zustand des Baches stellt aus Sicht der BfM eine konkrete Gefahr dar, weil bei einem zukünftigen Starkregen durch plötzliches Abfließen der wegen der Abflusshindernisse zunächst aufgestauten Wassermassen erneut schwere Schäden an Hab und Gut der betroffenen Anwohner verursacht werden könnten. Totholz und Unrat sollten mit allen verfügbaren Kräften (ggf. auch mit Feuerwehr und THW) schnellstmöglich beseitigt werden. Die Bürger aus dem Flutgebiet haben ihre Bereitschaft zur Mithilfe signalisiert. Die BfM ist bereit, fraktionsübergreifend Maßnahmen zu ergreifen, mit denen die Stadtverwaltung aufgefordert wird, die Sanierung des Altendorfer Baches auf der Prioritätenliste ganz oben einzuordnen.
Pressemitteilung
Wählervereinigung
Bürger für Meckenheim (BfM)
Totholz und Unrat im Bach machen große Sorge.
