Politik | 23.07.2016, 15:00 Uhr

Ausflug des Unternehmerinnen-Netzwerks AW

Gegen das Vergessen: Den Opfern eine Stimme geben

Zehn Unternehmerinnen besuchten Lesung von Mirveta Mrkalj-Durben

(Von links) Heike Krämer-Resch und Mirveta Mrkalj-Durben sowie weitere Besucher der Lesung. privat
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Wehr. Zehn Unternehmerinnen des Netzwerkes im Kreis Ahrweiler besuchten kürzlich die Lesung und Filmvorführung der Menschenrechtsaktivistin und Autorin Mirveta Mrkalj-Durben in Wehr, die selber auch dem Netzwerk angehört. Mirveta Mrkalj-Durben überlebte 1992 ein brutales Massaker in ihrem Heimatdorf Bišcani in Bosnien und Herzegowina und wurde gewaltsam mit ihren Kindern vertrieben. Nach 22 Jahren schrieb sie ihre Lebensgeschichte in dem Buch „Mama, hier gibt es Licht“ nieder. Zum 24. Jahrestag des Massakers von Bišcani am 20. Juli waren alle Interessierten zu einer Lesung in der Schützenhalle in Wehr eingeladen. Diese Gelegenheit, sich über das Buch und seine Hintergründe zu informieren, nahmen auch zahlreiche Teilnehmerinnen vom Unternehmerinnen-Netzwerk AW wahr.

Das Buch von Mirveta Mrkalj-Durben ist nicht einer dieser typischen Zeitzeugen-Berichte. Es ist eine Geschichte über den Krieg, die Verzweiflung, die Abgründe des Menschen und die Brutalität, die vor gut 20 Jahren vor ihrer Haustür zur grausamen Realität wurde. Aber mehr noch als das, ist es eine Geschichte über die Kraft, die eine Mutter aufbringen kann, um ihre Kinder zu retten. Es ist eine Geschichte über die Liebe, die sorglosen Tage und die glücklichen Jahre - eine Ode an die Heimat, ihre Menschen und ihre Erinnerungen.

Außerdem wurde im Anschluss an die Lesung ein Film über die Protagonistin gezeigt: Judith Paland besuchte Mirveta Mrkalj-Durben in Wehr und machte mit ihr eine Reise in die Vergangenheit zu den Schauplätzen aus dem Buch in Bosnien und Herzegowina.

Der nächste Stammtisch des Unternehmerinnen-Netzwerks findet am Mittwoch, 17. August um 19 Uhr im Brauhaus in Bad Neuenahr statt. Für das Netzwerk mit den derzeit 49 Netzwerkerinnen gilt: Netzwerken mit Respekt und Wertschätzung. Ein offenes Netzwerk und keine Bindung. Tel. (0 26 41) 3 03 16 60, www.unternehmerinnen-netzwerk-aw.de.

(Von links) Heike Krämer-Resch und Mirveta Mrkalj-Durben sowie weitere Besucher der Lesung. Foto: privat

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