Politik | 30.01.2019

Offener Brief an die Stadt Rheinbach

Geht es nicht doch nur ums Geld?

Mit großer Trauer und Entsetzen musste ich nun miterleben wie das Waldstück zwischen Rheinbach und Merzbach verwüstet wurde. In einem Gespräch mit dem zuständigen Förster hieß es dann, wir müssen die Bürger vor herunterfallenden Ästen und fallenden Bäumen schützen.

Das hört sich ja im ersten Moment sehr gut und verantwortungsvoll an, ich frage mich dann nur, warum wurden die morschen Äste nicht aus den Bäumkronen geschnitten, warum sind die Bäume stattdessen alle sofort gefällt worden? Geht es nicht doch nur ums Geld, immerhin ist meines Wissens nach der Wald mit das Einzige, was in Rheinbach noch schwarze Zahlen schreibt! Gibt das aber der Stadt das Recht, unser aller Wald so zu zerstören und auszubeuten? Gibt es der Stadt das Recht, den Bürgern immer noch mit Argumenten, die längst wiederlegt sind, für dumm zu verkaufen?Nur ein Beispiel für so ein Argument: Spricht man mit einem Waldarbeiter oder Förster hört man immer wieder, „wir müssen die großen Bäume fällen, damit Licht in den Wald kommt“, was für ein Quatsch, mittlerweile gibt es ganz andere Untersuchungen, die besagen, dass die kleinen Bäume unter dem Schatten der Großen wachsen müssen, um nicht zu schnell groß zu werden (das ist nur nicht das, was die Stadt und der Förster wollen, je länger sie brauchen, um groß zu werden, desto weniger Geld kommt in die Stadtkasse), tun sie dies nicht, wachsen sie zu schnell, sind anfälliger für Pilze und Krankheiten, das will nur keiner hören, dann kann man ja nicht mehr so gnadenlos unseren Wald ausbeuten! Ja, ich weiß auch, dass wir ein Nutz- und Plantagenwald sind, aber auch wir haben das Recht auf einen gesunden kräftigen Wald mit Moospfaden, Vogel- und Tierstimmen, die fast nicht mehr zu hören sind, der Wald gehört allen Bürgern! Wir waren einmal so stolz auf unseren Wald und unsere gute Luft, das Rheinbach zu Bad Rheinbach gemacht werden sollte, das ist leider alles in Vergessenheit geraten. In unserem Wald sind mittlerweile solche Schleusen geschlagen worden, dass man sich vorkommt, wie auf, Truppenübungsplätzen, nur damit die schweren Fahrzeuge, wie z. B. der Havester, die Bäume aus ihm ziehen können. Dabei wird aber der ganze Boden für Jahrhunderte so versiegelt, dass er kaum Wasser aufnehmen kann, die Insekten finden keinen Schutz mehr in ihm, so wird immer und immer mehr Wald für viele Generationen unser Kinder und Enkel zerstört und das alles nur für Geld, ist es das wirklich wert? Ich hoffe und bitte darum, dass die Stadt ihr Handeln noch einmal überdenkt und in diesem Jahr weniger in unserem Wald arbeiten und fällen lässt und mehr auf einheimische Baumarten setzt, die nachgepflanzt werden, auch um fremdländischen Insekten, Pilzen und anderen Parasiten und Krankheiten entgegenzuwirken, um solchen Katastrophen in unserem Wald wie letztem Jahr entgegenzuwirken, auch wenn diese langsamer wachsen und nicht so schnell geerntet werden können, so könnte sich unser früher einmal wunderschöner Wald endlich erholen. Es wäre schön wenn Sie auch auf die Sorgen und Ängste ihrer Bürger mehr eingehen würden und sie nicht einfach mit schwachen Argumenten abspeisen würden.

Heike Schneider, Rheinbach

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