Politik | 14.10.2015

Bonn-Berlin-Debatte

Gemeinsamer Schulterschluss dringend notwendig

RheinSieg-Kreis. Aus dem Herbsturlaub zurück meldet sich in der aktuell entfachten Diskussion um einen Komplettumzug der Bundesministerien nach Berlin, Bonns DGB-Chef Ingo Degenhardt zu Wort. „Ganz so ohne Vorwarnung kommt die Debatte um einen Umzug aller Ministerien nicht - nur der Zeitpunkt ist überraschend, bei den momentanen Herausforderungen in der aktuellen Flüchtlingssituation, die ein ganzes Land miteinander zu stemmen hat“, sagte Ingo Degenhardt. Aus Sicht des Gewerkschafters war es nur eine Frage der Zeit, bis diese seit Jahren immer wieder aufkommende Forderung derart an Fahrt aufnimmt, dass es nun endgültig zu einem gemeinsamen regionalen Schulterschluss kommen muss. Degenhardt: „Jetzt kommt es auf eine gemeinsame, einheitliche und klare Positionierung an. Wir müssen mit einer Stimme sprechen.“ Experten gehen davon aus, dass durch einen Komplettumzug bis zu 30.000 Arbeitsplätze in der Region gefährdet sein können.

Bereits im Sommer, als die Gründung einer Arbeitskommission im Bundesbauministerium zur Beurteilung der Aufgabenteilung zwischen den beiden Regierungssitzen an Rhein und Spree bekannt wurde, hat der DGB Bonn/Rhein-Sieg dringend einen regionalen Konsens in der Bonn-Berlin-Debatte gefordert. Neben anderen Akteuren hat sich auch der DGB immer für die Einhaltung des Berlin/Bonn-Gesetzes ausgesprochen und sich stets für die Interessen der Beschäftigten und ihrer Familien stark gemacht. „Die ständige Ungewissheit um den Arbeitsplatz und den Arbeitsort sind für die Beschäftigten und ihre Familien eine große Belastung. Der Bund als Arbeitgeber hat seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegenüber eine Verantwortung und eine Fürsorgepflicht“, sagte Degenhardt. Die Zeit der vielen Einzelappelle scheint endgültig vorbei zu sein. Was Bonn und das Umland nun braucht ist ein großes regionales Bündnis aus Politik, Kommunalverwaltung, Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften.

Pressemitteilung

DGB

Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 8

  • Winfried: Rheinbrücke bei Engers
  • Gerhard Stotzem: Die einzige mir bekannte Brückenbaustelle in Hönningen berührt zwar den Ahrradweg, aber sie unterbricht ihn nicht. Es handelt sich dabei um eine Ahrquerung vom Radweg in die Ortschaft. Der Radweg zwischen...
  • Jörg Kasper: Habe zehn Jahre rumgedocktert, war schon als Simmulant abgestempelt, dann 2021 war es soweit. Im November links, Hüfttep und weil es so schön war, sieben Monate später rechts, da hatte mein Arzt dann gemerkt das ich nicht simuliert habe.
  • Horst Peschell: Manschmal isch aber auch der Bein und der Knie inschgeschamt im Arrrrgehnnnn, ich hab Krääääätze und Schoooorf, Schnooooorrrrr!!! ESCH juckt so seeeehr, ob eine Prothese da hilft ? mit freundlichen Grüßen Eure Schorfkrätze
  • Heruete: Holt euch auf jeden Fall eine Zweit- oder Drittmeinung ein. So schnell wie in Deutschland wird in keinem anderen Land operiert und der Patient über den OP Tisch gezogen
Imageanzeige
Dienstleistungen
Wir helfen im Trauerfall
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Dorffest Merl
Kirmes in Königsfeld
First Friday Anzeige Mai
Sonderseite Jahn Eleven
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Verbindung zwischen dem Reitverein und der Palliativmedizin hat in Metternich eine feste Tradition.Fotos: privat
9

RFV Metternich lädt zum Ponyreiten für den guten Zweck ein

Glücksmomente auf dem Ponyrücken

Weilerswist-Metternich. Ein unvergessliches Erlebnis für die kleinsten Pferdefreunde und gleichzeitig ein starkes Zeichen für die Region: Der Reit- und Fahrverein (RFV) Metternich e.V. veranstaltete ein großes, geführtes Ponyreiten auf seiner Vereinsanlage am Ginsterberg. Das Besondere an dieser Aktion: Die gesamten Einnahmen des Reitens, wurden zu 100 Prozent an das Palliativ-Netz Südlicher Erftkreis e.V. gespendet.

Weiterlesen

Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten, wird auch 2026/27 weitergeschrieben, von links Lukas Sermann (Vorsitzender Ahrwein e.V.), Lara Surget (designierte Weinprinzessin), Victoria Charlotte Zimmermann (designierte Weinkönigin), Leonie Krupp (designierte Weinprinzessin), Eva Flügge (Vorsitzende Weinort Altenahr e.V.), Mirco Burkardt (stellv. Vorstandsvorsitzender WG Mayschoß-Altenahr).  Foto: DU
63

Neue Weinmajestäten für 2026/2027 vorgestellt

Victoria Charlotte Zimmermann wird Altenahrer Weinkönigin

Altenahr. Die lange Geschichte der Altenahrer Weinmajestäten wird auch 2026/27 weitergeschrieben. Sehr zur Freude des Teams vom Weinort Altenahr e.V. rund um die geschäftsführende Vorsitzende Eva Flügge, aber auch der Bürgerinnen und Bürger, der Vereinsvertreter, der lokalen Politik sowie der Winzerinnen und Winzer, übernehmen erneut drei junge Frauen diese wichtigen Ehrenämter. Designierte Weinkönigin...

Weiterlesen