Politik | 07.10.2016

Leserbrief

Gibt es Alternativen zum Schreddern?

Anmerkung zum Beitrag im Blick aktuell; Ausg. 40/2016 zum Umgang mit abgelieferten Waffen

Es ist gut, dass die Kreisverwaltung Ahrweiler rechtliche Auskünfte und Hinweise gibt, welche die öffwentliche Sicherheit fördern und den betroffenen Bürgern Hinweise zum richtigen Verhalten gibt. Ich frage mich jedoch, ob die zurückgegebenen Waffen immer aufwendig und kostenverursachend geschreddert werden müssen. Wäre es nicht sinnvoller, diese über einen Händler zu verwerten und die Einnahmen hieraus karitativen Zwecken zu spenden. Denn mit dem Schreddern gehen mitunter wertvolle, historische Sammlerstücke verloren. Bürger, die Waffen „aus dem Haus“ haben möchten, haben auch die Möglichkeit Sportschützen und Jäger im Bekanntenkreis oder Nachbarschaft anzusprechen um Hinweise auf eine anderweitige Verwertung als das kostenverursachende Schreddern zu erhalten. Der Verkauf von Waffen und Waffenteile kann Erben und anderen Personen Geld einbringen. Ich würde es begrüßen, wenn die Abt. 3 der Kreisverwaltung auch Alternativen zum Verschrotten und Schreddern im Informationsgespräch aufzeigen würde. Beispielsweise die Alternative zwischen „Verschrotten oder für karitative Zwecke vermarkten“. Statt dessen wäre es sinnvoller, wenn die Verwaltungen die abgegebenen Waffen an Polizei-/Kriminalmuseen oder deren Akademien für Ausbildungszwecke zur Verfügung stellen. Denn dort haben die Experten die nötige Sachkenntnis, um ihre bestehenden Sammlungen zu vervollständigen und wertvolle Sammlungsstücke zu erkennen und diese geschichtsbewusst zu bewahren.Matthias Gies,

Bad Neuenahr-Ahrweiler

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