Politik | 23.08.2015, 12:51 Uhr

Aus dem Polizeibericht

Größere Auseinandersetzungen vor/in einer Diskothek in der Koblenzer Innenstadt

Größere Auseinandersetzungen vor/in einer Diskothek in der Koblenzer Innenstadt

Koblenz. Am frühen Sonntagmorgen wurde die Polizeiinspektion 1 zunächst über Zahlungsprobleme in einer bekannten Koblenzer Diskothek in der Innenstadt informiert. Hier war eine 21-Jährige aus Neuwied derart in Rage geraten, dass sie nicht mehr beruhigt werden konnte. Plötzlich und ohne erkennbaren Anlass ging sie auf eine anwesende Polizeibeamtin los und versuchte, diese anzugreifen. Daraufhin musste die Randaliererin zu Boden gebracht und fixiert werden. Bei der Verbringung zur Wache attackierte sie die Polizeibeamten erneut und verletzte dabei die Beamtin.

Damit war die Angelegenheit in der Diskothek für die Polizei aber noch nicht erledigt. Eine vor der Lokalität verbliebene Streifenbesatzung forderte kurz nach 04.00 Uhr Unterstützung an, weil es in den Räumlichkeiten der Disco zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Gästen gekommen war. Ein Beteiligter musste von den Beamten überwältigt werden. Mehrere Komplizen nutzten ihre personelle Überlegenheit, griffen die Beamten an und befreiten den 24-jährigen Koblenzer. Diesem gelang nach einem Angriff auf einen Beamten für kurze Zeit die Flucht, bevor er vor dem Lokal gestellt werden konnte. Hier attackierte er die Beamten erneut, konnte jedoch überwältigt werden. Als der 24-Jährige in den Streifenwagen verbracht werden sollte, wurden seine Kumpane wiederum aktiv. Mehrere noch unbekannte Personen griffen die Beamten sowie einen eingesetzten Diensthund an.Einer der Angreifer kam bei der Aktion aber nicht ungeschoren davon. Er musste nach einem Biss des Diensthundes von herbeigerufenen Rettungssanitätern versorgt werden. Nach Eintreffen zahlreicher Unterstützungskräfte war die Lage schließlich unter Kontrolle. Ein 20-jähriger Lahnsteiner hatte zu diesem Zeitpunkt aber offensichtlich nichts Besseres zu tun, als sich in die Maßnahmen der Polizei einzumischen. Ihm wurde ein Platzverweis erteilt, dem er nicht nachkam. Er wurde zur Wache verbracht. Zu guter Letzt wurde noch ein 38-jähriger Koblenzer aktiv, indem er einen Beamten beleidigte.

Alle identifizierten bzw. festgenommenen Männer sind polizeibekannt. Die Ermittlungen hinsichtlich derjenigen, die an der versuchten Befreiungsaktion des 24-jährigen Koblenzers beteiligt waren, dauern zurzeit an. Die Polizei Koblenz bittet in diesem Zusammenhang dringend um Zeugenhinweise unter Tel. 0261/1030.

Fazit: Zwei verletzte Polizeikräfte und ein Diensthund. Leider wurden Polizeibeamte wieder einmal Opfer von zunehmend gewalttätigen Angriffen, obwohl sie eigentlich nur helfen und weiteren Schaden von Unbeteiligten abwenden wollten. Eine insgesamt beunruhigende und bedauerliche Entwicklung.

Pressemitteilung PP Koblenz

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Image Anzeige
Rund ums Haus
Dauerauftrag
kostenfreie Anzeige aus 2+1
Ahrweiler Weinwochen
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Stellenanzeige 087-2026
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
von links nach rechts: Sven Gottschalck, Ulrich Stieber, Nick Falkner, Richard Lindner, Julius Knieps, Werner Kasel und Mario Falkner
307

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie kann ehrenamtliches Engagement in Bad Neuenahr-Ahrweiler künftig noch besser unterstützt und vernetzt werden? Dieser Frage widmeten sich am Mittwochabend Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Vereine und Initiativen sowie ehrenamtlich Engagierte bei einer Informationsveranstaltung im Veedelstreff DomCafé. Auf Einladung der Stiftung Ahrtal informierten sie sich über die Pläne für das neue Ehrenamtszentrum im ehemaligen „Haus der Jugend“.

Von Richard Lindner aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Der WKB sorgt in Mayen weiter für erheblichen Verwaltungsaufwand. Sieben von neun Abrechnungseinheiten stehen noch aus. Die FWM fordert deshalb vor weiteren Schritten eine vollständige Kostenbilanz.
671

Mayen. Zwei von neun Abrechnungseinheiten sind beim wiederkehrenden Straßenausbaubeitrag (WKB) bislang bearbeitet – doch bereits jetzt sorgt das Verfahren für erheblichen Verwaltungsaufwand. Nach Angaben der Freien Wähler Mayen (FWM) sind inzwischen mehr als 500.000 Euro an internen und externen Kosten angefallen. Gleichzeitig gibt es Forderungen nach zusätzlichem Personal, um den entstandenen Bearbeitungsstau abzubauen.

Von Michael Helsper aus Mayen

Weiterlesen