Politik | 07.05.2016, 09:30 Uhr

Bahnlärm: Ergänzung im Bundesverkehrswegeplan gefordert

Große Enttäuschung und tiefe Sorge

Landräte wollen Alternativstrecken für Güterzüge

Ahrweiler. Mit „großer Enttäuschung und tiefer Sorge“ äußern sich die Landräte und Oberbürgermeister der vom Bahnlärm betroffenen Gebiete des Mittelrheintals über den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030. Der Plan sieht vor, dass bis 2030 keine Güterzug-Alternativstrecke für das Mittelrheintal als vordringlich, sondern nur als potenzieller Bedarf eingestuft wurde. Der Ahrweiler Landrat Dr. Jürgen Pföhler, seine Amtskollegen, Oberbürgermeister sowie Präsidenten von Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern aus Rheinland-Pfalz und Hessen wenden sich in einem gemeinsamen Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Berlin. In Verantwortung für die von „unerträglichem Bahnlärm betroffenen Menschen“ fordern sie den Minister zum Umdenken auf. Die 15 politischen Spitzen und Kammerpräsidenten am Mittelrhein verlangen neben der Umsetzung von kurz- und mittelfristigen Maßnahmen zur Minderung des Bahnlärms, „dass der Güterzugverkehr durch den Bau einer wie auch immer gearteten Güterzug-Alternativstrecke in absehbarer Zeit aus dem engen Mittelrheintal verlagert werden kann“. Dazu sei eine Ergänzung des Bundesverkehrswegeplans 2030 nötig, die den Bau einer Alternativtrasse als vordringliche Maßnahme aufnimmt.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

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