Politik | 21.03.2018

UWG Antrag ermöglicht Aufnahme vieler weiterer Rheinbacher Kinder auf die Gesamtschule

Große Erleichterung und große Enttäuschung zugleich

Rheinbach. Große Erleichterung und große Enttäuschung zugleich, so beschreibt UWG Vorsitzender Jörg Meyer seine Gefühle nach Erhalt der Daten über das aktuelle Anmeldeverfahren an der Gesamtschule.

Zusätzlich zu der nun erneut von der Bezirksregierung genehmigten Sechszügigkeit erhöhte die Schulleitung der Gesamtschule die Klassengröße von 27 auf 29 Kinder in jeder der sechs Klassen.

Exakt diese zusätzliche Lösung hatte die UWG entwickelt und in der Schulausschusssitzung erfolgreich beantragt, um möglichst viele Rheinbacher Kinder auf der Gesamtschule aufnehmen zu können.

Mit der bestätigten Sechszügigkeit wurden nun nicht mehr wie im ersten Durchlauf immer noch 13 Rheinbacher Kinder abgelehnt, sondern durch die Ausnutzung der maximalen Klassengröße von 29 Kindern leider noch fünf Kinder aus Rheinbach, zusätzlich sechs Kinder aus Swisttal, drei aus Meckenheim und ein Kind aus Alfter.

„Ich begrüße sehr, dass die Schulleitung die Klassenfrequenz von maximal 29 Kindern voll ausgenutzt hat. Damit zeigt die Gesamtschule große Solidarität mit den Rheinbacher Kindern. Ich denke, auch die Eltern sind damit solidarisch. So konnten wir das maximal Mögliche erreichen. In anderen Gesamtschulen werden auch erfolgreich 29 Kinder, auch teilweise mit Förderbedarf unterrichtet.“

„Sehr enttäuschend ist, dass nicht alle Rheinbacher Kinder aufgenommen werden konnten. Ich fühle hier als alteingesessener Rheinbacher Vater sehr mit den Eltern und Kindern, die nun eine Ablehnung erhalten haben. Ich hoffe, dass sich für die Eltern auch mit Unterstützung des Rheinbacher Schulamtes bestmögliche Lösungen finden und biete Unterstützung an,“ so Meyer weiter.

Verursacht wird die Problematik nach Ansicht von Jörg Meyer nicht nur durch die bestehende gesetzliche Regelung, sondern vor allem durch die derzeitigen Präferenzen besonders der Swisttaler Eltern. „Man muss sich schon fragen, warum Swisttal mit fast 20.000 Einwohnern eine einzige weiterführende Schule unterhält, die von durchschnittlich nur 38 Swisttaler Schülern pro Jahrgang besucht wird. Eine weitaus größere Schülerzahl aus Swisttal besucht die Gymnasien und Gesamtschulen in der direkten Umgebung in Bornheim, Weilerswist, Euskirchen und Rheinbach. Fünf Rheinbacher Kinder sind nun dadurch direkt betroffen und werden gezwungen, auswärts von Rheinbach eine Schule zu besuchen. Die Sekundarschule Swisttal nimmt sicherlich weiterhin noch Kinder auf, vielleicht sind nun noch Swisttaler Eltern solidarisch und entscheiden sich doch für ihre Swisttaler Sekundarschule,“ wünscht sich Jörg Meyer.

„Es besteht auch die klare Notwendigkeit einer von der UWG bereits beantragten interkommunalen Schulentwicklungsplanung. Dabei ist ganz klar auch die Eigenständigkeit der Sekundarschule Swisttal in Frage zu stellen und zu untersuchen, ob eine Anschluss dieser Schule an eine der umliegenden Gesamtschulen nicht viel sinnvoller wäre. Die Politik und die Verwaltungsspitze in Swisttal tragen hier besondere Verantwortung und müssen sich dieser Aufgabe endlich annehmen. Der weiter stark steigende Pendelverkehr von Swisttaler Kindern in Schulen anderer Kommunen bei gleichzeitiger Ausweisung immer neuer Baugebiete in Swisttal selbst ist nicht akzeptabel.

Besonders die Rheinbacher CDU und FDP Mehrheitsfraktionen werden sich nun daran messen lassen müssen, dass die von der CDU eingebrachte Resolution im Schulministerium in Düsseldorf von Ihren dortigen Parteikollegen ernst genommen wird und zeitnah umgesetzt wird. Die Rheinbacher Verwaltung werden wir weiter auffordern, interkommunal, auch mit Unterstützung der Bezirksregierung an der bereits seit vielen Jahren bestehenden Problematik zu arbeiten,“ so Jörg Meyer abschließend.

Pressemitteilung

der UWG Fraktion

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