Politik | 03.03.2020, 20:00 Uhr

Infoveranstaltung zur geplanten Ultranet-Gleichstromübertragung in Franken

Großer Andrang in der Alten Schule

Bürger wurden über die Auswirkungen der neuen Technologie in Kenntnis gesetzt

Zahlreiche Bürger nutzten die Chance, sich über das Vorhaben der Firma Amprion zu informieren.Fotos: RASCH
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Franken. Selbst die eilends vom Ortsbeirat noch zusätzlich herbeigeschafften Stühle reichten nicht aus, damit alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einen Sitzplatz bei der Infoveranstaltung über die geplante parallele Ultranet Höchstspannungs-Gleichstromübertragung von Osterrath nach Phillipsburg erhielten. Auch die rege Anwesenheit seitens Stadtratsmitglieder der CDU, Freien Wähler und Grüne unterstrich das Interesse für dieses Thema.

Unmittelbar am Dorf vorbei

Der Ortsbeirat hatte hierzu die Initiative von Ruth Adams unterstützt, und die Räumlichkeiten in der Alten Schule zur Verfügung gestellt. Ortsvorsteher Jürgen Koffer hob in seiner Begrüßung hervor, dass dieses Vorhaben der Firma Amprion unmittelbar den Ortsteil Franken betreffen werde. Der Ortsbeirat Franken halte die Informationsveranstaltung für wichtig für das Dorf. Denn es gehe hierbei um die Auswirkungen einer neuen Übertragungstechnologie mit 380.000 Volt Gleichstrom, die unmittelbar am Dorf vorbeiführen soll, um die Lebens- und Wohnqualität und insbesondere die Gesundheit der Frankener Bürgerinnen und Bürger. Aus diesem Grund habe man das Anliegen von Frau Adams unterstützt und die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Der Referent Oliver Leuker vom Aktionsbündnis Ultranet stellte in seinem umfassenden Vortrag die offensichtlichen Beweggründe für das Vorhaben seitens der Versorgungsnetzbetreiber vor. „Hier wird die Energiewende vorgeschoben, um zunächst eine Hochleistungsübertragung mit einer Kapazität von 20 GW für in den Braunkohlegebieten erzeugten Kohlestrom zu schaffen.“ Denn die eigentlich von der Politik propagierte Nord-Süd-Verbindung für den Transport von Windstrom werde erst Jahre später bis nach Norddeutschland verlängert.

Beeinträchtigungen und Risiken

Leuker ging detailliert auf die Aspekte des Trassenkorridors für die Erneuerung der unmittelbar an Franken angrenzenden Stromtrassen ein sowie auf die durch die Kombination von Wechselspannung und Gleichspannung entstehenden Emissionen sowie die nur bei Gleichstrom auftretende Ionisierung von Staub, der dann bis zu 600 Meter weit übertragen werde und zu Beeinträchtigungen der Lebensqualität führe. Auch die gesundheitlichen Risiken seien noch nicht erforscht, warnte er. Zahlreiche Fragen und Wortbeiträge der Zuhörer zeugten von dem Interesse und den Sorgen in Franken.

In seinem Schlusswort gab Ortsvorsteher Jürgen Koffer noch den Hinweis, dass am 5. März in Heppingen seitens der Firma Amprion eine Informationsveranstaltung stattfinden werde. Eine Gelegenheit, bei der jeder sich selber eine objektive Meinung zu dem Vorhaben bilden zu könne.

Pressemitteilung Ortsbeirat Franken

Ortsvorsteher Jürgen Koffer.

Ortsvorsteher Jürgen Koffer. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Zahlreiche Bürger nutzten die Chance, sich über das Vorhaben der Firma Amprion zu informieren.Fotos: RASCH Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

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