Politik | 03.12.2016

Stadtratsfraktion der Grünen zu Baumpflanzungen in Rüsternallee

Grüne Ratsfraktion versteht Aufregung nicht

Gepflanzten Ulmen nicht als „Parkplatzverhinderer“ sehen

Koblenz. Laut Pressebericht vom 28. November beschwerten sich einige Anlieger der Rüsternallee über die neugepflanzten Ulmen in ihrer Straße. Sie hätten lieber mehr Parkplätze an der Stelle geschaffen. Die Grüne Fraktion findet es sehr bedauerlich, dass nicht alle Anwohnerinnen und Anwohner diese Maßnahme willkommen heißen.

Die 30 neuen Ulmen wurden als Ausgleich für 38 gefällte Bäume unter der Vorlandbrücke in Lützel angepflanzt. Mit der gemähten Wiese dahinter ergibt sich nun ein ordentliches und grünes Bild.

Der verkehrspolitische Sprecher Patrick Zwiernik erläutert: „Es ist unstrittig, dass das Parkplatzproblem in der Rüsternallee gelöst werden muss. Dies kann aber nicht durch die Schaffung von noch mehr Parkplätzen erfolgen.

Der Parksuchverkehr wäre noch größer, die Rüsternallee wäre noch mehr belastet und die Anwohner hätten noch mehr Lärm und Abgase zu verkraften und am Ende vielleicht immer noch keinen Parkplatz. Wünschenswert wäre eine Ausweitung des ÖPNV, zum Beispiel durch neu zu schaffende Linien aus dem Taunus über Lahnstein und der Südbrücke zur Hochschule. Außerdem könnte über eine Parkraumbewirtschaftung mit Anwohnerparkplätzen nachgedacht werden.

Vielleicht wäre hier eine Bürgerbefragung angebracht, da dieses Instrument in der Bevölkerung auch nicht unumstritten ist, wie wir im letzten Monat auf dem Oberwerth gesehen haben.“

Die Grüne Sprecherin für Stadtentwicklung, Andrea Mehlbreuer ergänzt: „Stadtbäume regulieren das Stadtklima durch ihre kühlende Verdunstungsleistung, schützen den Boden und sorgen für sauberes Wasser. Sie produzieren Sauerstoff, filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft und sind außerdem ein wichtiger Lebensraum für Vögel, Insekten und Kleinsäuger. Die gepflanzten Bäume sollen nicht als Parkraumverhinderer dargestellt werden. Die Rüsternallee trägt mit den Ulmen, deren Holz ‚Rüster‘ heißt, nun endlich ihren Namen zu Recht.“

Pressemitteilung

Stadtratsfraktion

Bündnis 90/ Die Grünen

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