Nach der Wahl ist vor der Wahl
Grüne unterstützen Hans-Peter Ammel
Der Grüne Kandidat Stephan Retterath ist nicht mehr im Rennen
Mendig. Die Kommunalwahl ist gelaufen. Jeder Bürger hatte die Möglichkeit, die Volksvertreter seiner Wahl zu unterstützen. Der neue Stadtbürgermeister steht hingegen noch nicht fest. Nachdem unser Kandidat Stephan Retterath mit dem doch respektablen Ergebnis von 22% nun leider nicht mehr zur Verfügung steht, stellt sich möglicherweise die Frage: Wer, wenn nicht er. Dieser Umstand beschäftigte auch die Mendiger Grünen in ihrer letzten Mitgliederversammlung. Nach eingehenden Gesprächen mit den beiden Kandidaten steht nun der Entschluss, Hans-Peter Ammel als amtierenden und zukünftigen Bürgermeister zu unterstützen. Hierbei waren Die Grünen einhellig der Meinung, daß mit Ihm eine zukünftige Zusammenarbeit erfolgversprechend erscheint.
Im Übrigen möchten Die Grünen explizit Herrn Joachim Plitzko darauf hinweisen, dass das Prinzip „Zuckerbrot und Peitsche“ in diesbezüglichen Verhandlungen bzw. auch in Zukunft, doch eher kontraproduktive Folgen zeitigt. Ein „Weiter so“ wird es allerdings in der Form nicht geben. Auch der Bürgermeister erkennt die Wahlergebnisse an, und zieht daraus die unseres Erachtens richtigen Schlüsse. Gemeinsam möchte man nun versuchen, die Entwicklung Mendigs in ökonomischer und ökologischer Hinsicht voran zu treiben. Und das mit allen Parteien gemeinsam. Die Mendiger Grünen werden bei zukünftigen Entscheidungen selbstverständlich weiterhin sachbezogen abstimmen, ohne sich hierbei grundlegend auf die Seite einer festgelegten Partei zu schlagen. Einen ersten Schritt in diese Richtung stellt die Konstellation der zukünftigen Beigeordneten dar. Gemäß des guten Wahlergebnisses der CDU (sie stellt immerhin die stärkste Fraktion) steht ihr ohne Zweifel auch mit einem SPD-Bürgermeister die Position eines Beigeordneten zu. Auch die Grünen werden als das akzeptiert, was sie sind: eine ernst zu nehmende politische Kraft, deren Gestaltungswille nunmehr Einfluss auf die Politik gewinnen wird. Neben dem Willen zur Veränderung spielen aber auch noch andere Beweggründe eine Rolle. Zusätzlich zur Verbandsgemeinde auch noch die Stadt Mendig mit einem „Schwarzen Oberhaupt“ zu besetzen, erscheint den Mendiger Grünen wenig zielführend. Die Chance, Politik abseits des altforderen Mainstreams zu gestalten, würde auf diese Weise rapide sinken. Wenn in den vergangenen fünf Jahren auch nicht alles rund lief, so setzen die Grünen dennoch ihr Vertrauen in Hans-Peter Ammel, als Garant einer differenzierteren, nicht alleine der Parteipolitik verpflichteten, Stadtführung.
Pressemittteilung
Bündnis90/ Die Grünen
