Trinkwasserversorgung: Städtische Quellen haben Vorrang
Grüne wollen Brunnen bei Ehlingen untersucht sehen
Bad Neuenahr-Ahrweiler.Einen möglichen Trinkwasserbrunnen bei Ehlingen will die Grünen-Ratsfraktion von Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Sicherung der zukünftigen Versorgung in der Stadt untersucht sehen. Bereits Anfang der 90er Jahre hatte dieser Gedanke in der Stadt eine Rolle gespielt. Ein Kompromiss im Stadtrat hatte dann aber zu einer Wasserversorgung geführt, die zur einen Hälfte vom Wahnbachverband, zur anderen Hälfte aber weiterhin aus Brunnen der Stadt erfolgte. Damals waren das die Quellen an der Walporzheimer Straße und ‚An den Ulmen‘. Die Versorgung aus Sinzig war damit gestorben.
„Inzwischen ist jedoch die Versorgung aus städtischen Quellen unter die 50% gefallen. Die Stadtverwaltung will nun, wie schon einmal in den 80er Jahren, wieder eine Verbindung zur Sinziger Wasserversorgung herstellen, mithin also Rheinuferfiltrat aus der sogenannten ‚Goldenen Meile‘, in die städtische Versorgung einspeisen. Damit sind wir nicht einverstanden“, so Fraktionssprecher Wolfgang Schlagwein.
Eine Anbindung an die Sinziger Wasserversorgung sei damals nicht durchsetzbar gewesen - zu Recht, wie Bündnis 90/Die Grünen meinen. Auch 25 Jahre später hält die Fraktion am Grundsatz fest, mehr als die Hälfte der Wasserversorgung aus Bad Neuenahr-Ahrweiler sicherzustellen. „Kürzungen der Trinkwassergewinnung in der Walporzheimer Strasse und ‚An den Ulmen‘ führen dann eben dazu, dass auch das Vorkommen zwischen Ehlingen und Heimersheim wieder in den Blick kommt“, stellt Schlagwein fest. Die Fraktion bereite einen entsprechenden Antrag für den Stadtrat vor.
Pressemitteilung
B90/Die Grünen im Stadtrat
Bad Neuenahr-Ahrweiler
