OV B90/ Grüne Mendig
Grünenvorsitzende Franziska Brantner besucht die Mendiger Lavakeller
Mendig. Davon, dass Mendig Einmaliges zu bieten hat wie nur wenige andere Städte oder Gemeinden, konnte sich Franziska Brantner, die Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, jetzt überzeugen.
Im Rahmen der jährlichen Winterzählung der Fledermauspopulation in den Mendiger Lavakellern ermöglichten die Mendiger Grünen, dass Franziska Brantner auf ihrer Tour durch den Landkreis Mayen-Koblenz auch einen Stopp in Mendig einlegte. Begleitet von Wahlkreiskandidat Simon Schmitz, von Olaf Kaul, dem Vorstandssprecher der Mendiger Grünen, sowie vom Fledermausexperten Dr. Andreas Kiefer konnte sie einen nicht alltäglichen Besuch der Lavakeller erleben und diese aus einer außergewöhnlichen Perspektive im Rahmen aktiver Artenschutzmaßnahmen erfahren.
Olaf Kaul und Dr. Andreas Kiefer informierten über die einmaligen geologischen, bergbaulichen und kulturhistorischen Besonderheiten sowie über die große Bedeutung der Lavakeller als Winterquartier für Fledermäuse. Auf lediglich 10 bis 15 Prozent der Fläche der ausgedehnten Lavakeller wurden an den letzten beiden Wochenenden rund 6.000 Fledermäuse gezählt. Hochgerechnet auf die Gesamtfläche von etwa einem Quadratkilometer und unter Berücksichtigung der vielen nicht sichtbaren Tiere, die sich tief in Schutthalden und in den für Basalt typischen Erkaltungsrissen verbergen, ist davon auszugehen, dass jährlich zwischen 20.000 und 30.000 Fledermäuse in das Mendiger Winterquartier einziehen.
Beeindruckt zeigte sich Franziska Brantner von den weitläufigen Kellern, der jahrhundertealten Abbautätigkeit und der großen Bedeutung der Lavakeller für das Brauereiwesen. Diese Besonderheiten sind echte Alleinstellungsmerkmale für Mendig. Umso sensibler müssen wir im Umgang mit den sich immer weiter ausdehnenden Tagebauen und deren Folgen für Landschaft, Fauna und Flora, insbesondere für die Fledermauspopulation, sein. Es darf nicht passieren, dass in wenigen Jahrzehnten zerstört wird, was sich über Jahrhunderte an Kultur und Natur unterhalb sowie rechts und links der Brauerstraße entwickelt hat.
Anschließend begleitete Jan Geisen, Mitglied der grünen Mendiger Stadtratsfraktion, Franziska Brantner nach Andernach zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Kommunale und regionale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien“. Wertschöpfung, die auch die knappen Mendiger Kassen zugunsten des Klimaschutz mit zusätzlichen Einnahmen bereichern könnte - wenn man den wollte.
Mehr dazu auch auf dem Bürgerempfang am 20. Februar 2026 ab 18 Uhr in der Laacher See Halle.
Pressemitteilung OV B90/ Grüne Mendig
