Politik | 14.11.2018

Kreisel auf der Joseph-Rovan-Allee in Remagen

„Gut gemeint muss nicht gut sein“

Bündnis 90/Die Grünen kritisieren Bau als „mangelhaft geplanten Schnellschuss“

Die Remagener Grünen sehen am Kreisel Joseph-Rovan-Allee und Römerstraße die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern gefährdet. privat

Remagen. Im Mai wurde der Antrag in den Ortsbeirat eingebracht, schon Anfang August war der Kreisel an der Kreuzung von Joseph-Rovan-Allee und Römerstraße errichtet, ohne dass zuvor ein Verkehrsplaner das Projekt detailliert begutachten konnte. Eine Begehung durch Mitglieder der Grünen-Stadtratsfraktion hat nun gezeigt, dass gut gemeinte Aktionen im Ergebnis nicht immer auch gut sein müssen. Sie kamen zu der Erkenntnis, dass ein Kreisel an dieser Stelle grundsätzlich in Ordnung ist. Der jetzt in einem Schnellschuss realisierte sei aber sehr mangelhaft geplant und ausgeführt. „Für Radfahrer und Fußgänger ist der Kreisel sogar sehr gefährlich. Sie sind durch die jetzige Gestaltung zum Teil völlig überfordert“, so Ratsmitglied Volker Thehos, der die Situation vor Ort immer wieder eingehend beobachtet. „Schon auf der entsprechenden Ortsbeiratssitzung haben wir unsere Sicherheitsbedenken deutlich gemacht.“ Der Rad- und Fußweg parallel zur Rovan-Allee ist jetzt unterbrochen und durch einen Fahrbahnteiler blockiert. Fußgänger und Radfahrer können daher die Straße „Am Römerhof“ nicht mehr direkt überqueren, obwohl sie sogar an der Stelle eigentlich auf dem Rad- und Fußweg Vorfahrt haben. Derzeit fahren Radfahrer zu 90 Prozent durch den Kreisel. Insbesondere Radfahrer aus Richtung Kripp in Richtung Stadt nutzen die Querungshilfe so gut wie gar nicht, da sie erst die Römerstraße queren müssen, dann jenseits der Rovan-Allee auf der falschen Straßenseite stehen und die Straße „Am Römerhof“ aus oben genannten Gründen nicht problemlos überwinden können. Ältere Menschen, wenn sie vor der Durchfahrt absteigen müssen, schieben dann sogar schon einmal ihr Rad durch den Kreisel, was einfach nur gefährlich ist. Selbst Fußgänger gehen durch den Kreisel. Zur Geschwindigkeitsreduzierung trägt er auch nur bedingt bei, denn insbesondere Pkw, aber auch Busse und Lkw fahren zum Teil sehr zügig geradeaus.

Entsprechend haben die Grünen im Remagener Stadtrat nun beantragt, das Thema „Kreisel Rovan-Allee“ zum Gegenstand der anstehenden Verkehrsschau zu machen und eine vernünftige Lösung für alle Verkehrsteilnehmer zu finden. Dabei muss die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer oberste Priorität haben.

Pressemitteilung der

Stadtratsfraktion Remagen

Bündnis 90/Die Grünen

Die Remagener Grünen sehen am Kreisel Joseph-Rovan-Allee und Römerstraße die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern gefährdet. Foto: privat Foto: vthehos

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