Land bestätigt Benachteiligung des ländlichen Raumes
Hallerbach: Land muss Geld dorthin geben, wo es gebraucht wird
Kreis Neuwied . Eine kleine Anfrage der CDU an die rheinland-pfälzische Landesregierung bestätigt die negativen Auswirkungen der Änderungen des Landesfinanzausgleichsgesetzes (LFAG) nun schwarz auf weiß: Vor allem der ländliche Raum hat durch die Novellierung des LFAG an finanzieller Unterstützung, den sogenannten Schlüsselzuweisungen, verloren. So geht aus der Antwort des Innenministeriums hervor, dass die Landkreise und die Verbandsgemeinden im Jahr 2018 zusammen knapp 100 Millionen Euro weniger erhalten haben als nach altem Recht. Landrat Achim Hallerbach: „Für unseren Landkreis Neuwied bedeutet dies konkret, dass wir dauerhaft pro Jahr circa 5,6 Millionen Euro verlieren.“ Damit bestätigt das Land nun ganz offiziell die Berechnungen, die die Kreisverwaltung bereits zum Nachtragshaushalt 2018 angestellt hatte.
Auch die Auswertungen durch den rheinland-pfälzischen Landkreistag ergaben, dass der Landkreis Neuwied unter den Kreisen sowohl in absoluten Zahlen als auch pro Einwohner leider zu den Top-Verlierern der Reform gehört. Ursächlich hierfür ist die Steuerstärke und die hohe Einwohnerzahl. Somit hat der Landkreis Neuwied durch die Novellierung des LFAG dauerhaft circa 30 Euro pro Einwohner pro Jahr verloren. „Das Geld fehlt dem Landkreis nun dauerhaft, um es beispielsweise in Infrastruktur, Schulen, Kitas, ÖPNV und Straßen zu investieren“, kommentiert Landrat Achim Hallerbach die aus seiner Sicht ungerechte Verteilpraxis des Landes. Der Landrat kündigt an, sich auch weiterhin für die Stärkung des ländlichen Raumes einzusetzen und beim Land alle hierfür erdenkliche Unterstützung einzufordern: „Alle Welt beklagt das ungebrochene Wachstum der Städte bei gleichzeitig nachlassendem Interesse am ländlichen Raum. Das kann so nicht weitergehen.“
Die vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Zahlen zur finanziellen Lage der Kommunen in Rheinland-Pfalz scheinen da zunächst nicht ins Bild zu passen. So war der Finanzierungssaldo aller Kommunen mit 444 Millionen Euro auch in 2018 positiv ausgefallen. Wie undifferenziert dieses Bild allerdings ist, zeigt die Tatsache, dass selbst in Zeiten guter Konjunktur immer noch fünf Landkreise einen negativen Finanzierungssaldo aufweisen. Für Landrat Achim Hallerbach geht die positive finanzielle Entwicklung der Kommunen in Rheinland-Pfalz jedoch vor allem auf die gute wirtschafte Entwicklung, die günstige Zinssituation auf den Finanzmärkten und nicht auf gezielte Impulse der Landesregierung zurück.
„In den heutigen Zeiten einer brummenden Wirtschaft hätte der Abbau unserer kurzfristigen Verschuldung viel schneller erfolgen können. Es muss weiterhin unser Ziel sein, den kommenden Generationen nicht die heute gemachten Schulden zu vererben“, so Hallerbach weiter. Und genau deshalb müsse das Land das Geld an die Basis, an Landkreise und Kommunen durchreichen – dorthin wo es erwirtschaftet und zur Bewältigung der Aufgaben gebraucht werde.
Pressemitteilung der
Kreisverwaltung Neuwied
Artikel melden
Fahrraddemo in Bad Neuenahr: Mobilitätswandel im Ahrtal fördern
- Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
- K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"
Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang
- Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
- Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
400 Quadratmeter ökologisch wertvolle Grünfläche angelegt
- Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Traditionsveranstaltung geht am 19. April in die 16. Runde
Blütenfest verbindet Natur, Kultur und Gemeinschaft
Meckenheim. „Das Blütenfest hat eine Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht. Deswegen ist es für uns sehr wichtig und wir freuen uns wieder auf eine schöne Veranstaltung“, hob Bürgermeister Sven Schnieber kürzlich die Bedeutung des Blütenfestes für Meckenheim hervor. Der Obsthof Dahlhausen war dabei zweifellos eine überaus passende Location, um auf die inzwischen 16. Auflage des am 19. April stattfindenden Traditionsevents vorauszublicken.
Weiterlesen
Fahndungserfolg in Prüm: Polizeikräfte nehmen Tatverdächtigen fest
07.04.: Schüsse im Kurpark von Prüm: Polizeibeamtin im Oberschenkel getroffen
Prüm. Ein Vorfall in Prüm führte zu einem Polizeieinsatz, bei dem ein Tatverdächtiger festgenommen wurde.
Weiterlesen
Der 60-jährige Fahrer fuhr auf einen Sattelzug auf und wurde schwer verletzt
07.04. Schwerer Unfall auf der A3: PKW-Fahrer übersieht Stauende
Windhagen. Am 7. April 2026, gegen 21:40 Uhr, ereignete sich auf der Autobahn A3 in der Nähe von Windhagen, Fahrtrichtung Frankfurt, ein Unfall, bei dem ein Mercedes-Pkw auf einen am Stauende stehenden Sattelzug auffuhr.
Weiterlesen
