Politik | 04.04.2019

Land bestätigt Benachteiligung des ländlichen Raumes

Hallerbach: Land muss Geld dorthin geben, wo es gebraucht wird

Kreis Neuwied . Eine kleine Anfrage der CDU an die rheinland-pfälzische Landesregierung bestätigt die negativen Auswirkungen der Änderungen des Landesfinanzausgleichsgesetzes (LFAG) nun schwarz auf weiß: Vor allem der ländliche Raum hat durch die Novellierung des LFAG an finanzieller Unterstützung, den sogenannten Schlüsselzuweisungen, verloren. So geht aus der Antwort des Innenministeriums hervor, dass die Landkreise und die Verbandsgemeinden im Jahr 2018 zusammen knapp 100 Millionen Euro weniger erhalten haben als nach altem Recht. Landrat Achim Hallerbach: „Für unseren Landkreis Neuwied bedeutet dies konkret, dass wir dauerhaft pro Jahr circa 5,6 Millionen Euro verlieren.“ Damit bestätigt das Land nun ganz offiziell die Berechnungen, die die Kreisverwaltung bereits zum Nachtragshaushalt 2018 angestellt hatte.

Auch die Auswertungen durch den rheinland-pfälzischen Landkreistag ergaben, dass der Landkreis Neuwied unter den Kreisen sowohl in absoluten Zahlen als auch pro Einwohner leider zu den Top-Verlierern der Reform gehört. Ursächlich hierfür ist die Steuerstärke und die hohe Einwohnerzahl. Somit hat der Landkreis Neuwied durch die Novellierung des LFAG dauerhaft circa 30 Euro pro Einwohner pro Jahr verloren. „Das Geld fehlt dem Landkreis nun dauerhaft, um es beispielsweise in Infrastruktur, Schulen, Kitas, ÖPNV und Straßen zu investieren“, kommentiert Landrat Achim Hallerbach die aus seiner Sicht ungerechte Verteilpraxis des Landes. Der Landrat kündigt an, sich auch weiterhin für die Stärkung des ländlichen Raumes einzusetzen und beim Land alle hierfür erdenkliche Unterstützung einzufordern: „Alle Welt beklagt das ungebrochene Wachstum der Städte bei gleichzeitig nachlassendem Interesse am ländlichen Raum. Das kann so nicht weitergehen.“

Die vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Zahlen zur finanziellen Lage der Kommunen in Rheinland-Pfalz scheinen da zunächst nicht ins Bild zu passen. So war der Finanzierungssaldo aller Kommunen mit 444 Millionen Euro auch in 2018 positiv ausgefallen. Wie undifferenziert dieses Bild allerdings ist, zeigt die Tatsache, dass selbst in Zeiten guter Konjunktur immer noch fünf Landkreise einen negativen Finanzierungssaldo aufweisen. Für Landrat Achim Hallerbach geht die positive finanzielle Entwicklung der Kommunen in Rheinland-Pfalz jedoch vor allem auf die gute wirtschafte Entwicklung, die günstige Zinssituation auf den Finanzmärkten und nicht auf gezielte Impulse der Landesregierung zurück.

„In den heutigen Zeiten einer brummenden Wirtschaft hätte der Abbau unserer kurzfristigen Verschuldung viel schneller erfolgen können. Es muss weiterhin unser Ziel sein, den kommenden Generationen nicht die heute gemachten Schulden zu vererben“, so Hallerbach weiter. Und genau deshalb müsse das Land das Geld an die Basis, an Landkreise und Kommunen durchreichen – dorthin wo es erwirtschaftet und zur Bewältigung der Aufgaben gebraucht werde.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Neuwied

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"
Dauerauftrag 2026
Essen auf Rädern
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Holz Loth-Entsorgung
Koblenz blüht 2026
Maschinenbediener, Staplerfahrer
fit für`s Alter?
PR-Anzeige
Empfohlene Artikel
Petra Schneider. Foto: privat
26

Kreis Ahrweiler. Am 23. April 2026 ist es wieder so weit: Der bundesweite Girls‘ Day/Boys‘ Day bietet jungen Menschen die Gelegenheit, spannende Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu erhalten. Auch die CDU-Landtagsfraktion beteiligt sich erneut an diesem Aktionstag und lädt Schülerinnen und Schüler ein, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Blütenkönigin Antonia Augenstein, Bürgermeister Sven Schnieber (Mitte) sowie die Vertreterinnen und Vertreter der Stationen, Vereine und Sponsoren freuen sich auf das Blütenfest am 19. April. Fotos: DU
8

Traditionsveranstaltung geht am 19. April in die 16. Runde

Blütenfest verbindet Natur, Kultur und Gemeinschaft

Meckenheim. „Das Blütenfest hat eine Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht. Deswegen ist es für uns sehr wichtig und wir freuen uns wieder auf eine schöne Veranstaltung“, hob Bürgermeister Sven Schnieber kürzlich die Bedeutung des Blütenfestes für Meckenheim hervor. Der Obsthof Dahlhausen war dabei zweifellos eine überaus passende Location, um auf die inzwischen 16. Auflage des am 19. April stattfindenden Traditionsevents vorauszublicken.

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Daueranzeige
Rund ums Haus
Anzeige "Rund ums Haus"
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht
Schulze Klima -Image
Osterangebot
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Ostergrußanzeige
Titelanzeige
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Kita