Verwaltungsspitze der Gemeinde Swisttal ist komplett
Hans Dieter Wirtz wird schon bald Erster Beigeordnete
Er soll am Samstag, 1. April seine neue Stelle antreten – Kerstin Wicke übernimmt die Leitung des Fachbereichs Ordnung und Soziales
Swisttal. „Sie sehen mich heute strahlen, denn nach längerer Vakanz können wir jetzt die Stelle des Ersten Beigeordneten endlich wieder besetzen“, freute sich die Bürgermeisterin der Gemeinde Swisttal, Petra Kalkbrenner (CDU) darüber, dass die Personalknappheit in der Führungsspitze der Gemeindeverwaltung bald ein Ende hat. „Gut Ding braucht Weile, aber das Warten hat sich gelohnt“, sagte sie bei der offiziellen Vorstellung von Hans Dieter Wirtz, den der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit großer Mehrheit zum allgemeinen Stellvertreter der Bürgermeisterin gewählt hatte. Kalkbrenner selbst war Erste Beigeordnete der Gemeinde Swisttal gewesen, bevor sie vor gut einem Jahr zur neuen Bürgermeisterin und Nachfolgerin von Eckhart Maack gewählt wurde.
Langjährige Erfahrung aus der Bonner Stadtverwaltung
Hans Dieter Wirtz (52) wohnt in Bornheim-Walberberg und arbeitet derzeit bei der Stadt Bonn als Referent im Fachbereich Verwaltungssteuerung. Er bringt die Erfahrung aus mehr als 20 Jahren bei der Stadt Bonn mit und kennt die Jugendamtsarbeit genauso wie die Verwaltungssteuerung. Voraussichtlich am Samstag, 1. April soll er in Ludendorf sein Beigeordneten-Büro beziehen und dann die beiden Fachbereiche I und II der Gemeinde leiten. Der Fachbereich I „Allgemeine Verwaltung“ umfasst die zentralen Dienste, aber auch die Finanzen und die Gemeindekasse, Schulen Bildung und Demographie sowie die Wirtschaftsförderung, Tourismus und den ÖPNV. Der Fachbereich II „Soziales, öffentliche Sicherheit und Ordnung“ beinhaltet die Fachgebiete öffentliche Sicherheit und Ordnung, Freiwillige Feuerwehr, Friedhöfe, soziale Leistungen, Senioren, Integration, Kinder und Jugend, Sport, das Bürgerbüro und das Standesamt sowie das Einwohnerwesen und die Demographie.
Kalkbrenner bereitete die neuen Beigeordneten schon einmal schonend darauf vor, dass ein großes Arbeitsspektrum auf ihn wartet. Ab dem Sommer soll er den nächsten Doppelhaushalt der Gemeinde vorbereiten, die Umorganisation der zentralen Dienste vorantreiben, den Brandschutzbedarfsplan weiterentwickeln und sich um die Schulen, Kindergärten und die Jugendbetreuung kümmern. Doch damit hat Wirtz kein Problem und verspricht: „Ich bin bereit, mich auf Swisttal einzulassen.“ Schließlich habe er durch seine langjährige Tätigkeit in der Bonner Stadtverwaltung jede Menge Verwaltungswissen „im Rucksack“ und wolle dies nun mit seinem neuen Tätigkeitsfeld nutzen. Er sehe sich jedenfalls als „Begleiter und Dienstleister der Bürger“ und nicht als hoheitlicher Verwalter, was ganz dem Verständnis der Bürgermeisterin entspreche, die jedenfalls sicher ist: „Wirtz passt sehr gut zu Swisttal.“
Erfahrung in der Kommunalpolitik vorhanden
In seinem Heimatort Walberberg ist Wirtz seit vielen Jahren Vorsitzender des Kirchenchores, in dem er seit 30 Jahren im Tor nur singt und damit „sehr viel Stress abbauen kann“. Als leidenschaftlicher Radfahrer und Läufer will er am Postmarathon teilnehmen und im Sommer als Bergwanderer die Alpen überqueren. Als Ratsmitglied der Stadt Bornheim und Vorsitzender der CDU-Fraktion hat er eine große Erfahrung auch mit der Kommunalpolitik, was in der Position sicherlich nicht schlecht sein könne, meinte er. Mit der Ernennung in Swisttal will er sein Ratsmandat allerdings niederlegen.
Ebenfalls neu besetzt worden war in nichtöffentlicher Sitzung die Leitung des Fachbereichs Ordnung und Soziales mit Kerstin Wicke aus Alfter. Auch die Impekovenerin soll zum Samstag, 1. April im Ludendorfer Rathaus anfangen. Sie ist derzeit noch in Diensten der Stadt Sankt Augustin und leitet dort die Stadtkasse. Schon immer hat sie ein Faible für das klassische Verwaltungsrecht, freut sich darüber hinaus aber auch auf soziale Themen wie die Flüchtlingsintegration und den Jugendbereich. Sie wolle mit dazu beitragen, dass die Jugend „Spaß daran hat, in Swisttal zu leben“. Auf sie geht in ihrer Freizeit gerne wandern und arbeitet mit ihrem Mann zusammen im Garten. JOST
