Politik | 27.06.2025

FDP-Stadtratsfraktion zur Stadtratssitzung

Haushalt unter Druck: FDP kritisiert schleppende Abläufe und steigende Belastungen

Mayen. Knapp sechs Stunden bei schwülen Wetterverhältnissen, schlechter Luft und Stimmung fand die wichtige Stadtratssitzung statt. Neben vielen anderen TOP´s, , wie die verbindliche Regelung der Grundsteuersätze für 2025 auch endlich die Verabschiedung der Haushaltssatzung für das Jahr 2025.

Die ursprünglich am 04.12.2024 verabschiedete Haushaltssatzung des Stadtrates wurde von der ADD am 31.03.2025 global beanstandet und zur Beratung zurückverwiesen. Einer der maßgeblichen Kritikpunkte war, dass die Stadt der Forderung auf Einkommensneutralität bei der Neufestsetzung der Grundsteuer nicht nachgekommen sei. Die FDP-Fraktion hatte erwartet und erhofft und es als selbstverständlich angesehen, dass nunmehr sodann kurzfristig in den Gremien (Haushaltssicherungskommission, Haupt- und Finanzausschuss, Ältestenrat etc.) über Abänderungsmöglichkeiten, Abhilfemöglichkeiten, die Umsetzung des Maßnahme Plans zur zukünftigen Sanierung des Haushalts gesprochen und verhandelt wird. Unverständlicherweise wurde die Haushaltssicherungskommission erst acht Wochen später, am 20.05.2025, einberufen, wertvolle Zeit zur zeitnahen Neubeschlussfassung des Stadtrats ist ergebnislos verstrichen. Erst insgesamt 14 Wochen später hat dann der Stadtrat getagt, für uns alles viel zu langsam, um dem Anspruch auf einen genehmigten Haushalt zu erhalten, um handlungsfähig zu werden, Zuschüsse an Vereine zuzahlen und vieles mehr, so Fraktionsvorsitzender Ekkehard Raab. Hier war und ist unser Oberbürgermeister und hat voran zu gehen.

Dem Vorschlag der Verwaltung die Einkommensneutralität der Einnahmen der Grundsteuer B als Forderung der Aufsichtsbehörde haben/mussten wir zustimmen, letztendlich auch mangels fehlender akzeptabler vertretbarer Alternativen.

Die FDP-Fraktion hat nochmals sehr deutlich und klar gemacht, dass sie mit der gesamten Vorgehensweise und Umsetzung der Grundsteuerreform in Rheinland-Pfalz mehr als unzufrieden ist, die erzwungene Umsetzung der Grundsteuer B hier zu erhebliche Mehrbelastungen der Privateigentümer und der Mieter führt, bei gleichzeitiger Entlastung von Gewerbeimmobilien, für uns nicht vermittelbar. Die konkrete Mehrbelastung steht aktuell noch nicht fest, weshalb wir gebeten haben diese sobald belastbare Zahlen vorliegen, mitzuteilen.

Zum Haushaltsplan haben wir uns mehrheitlich, zusammen innerhalb der Koalition einheitlich enthalten, um damit auch der Unzufriedenheit über die Abläufe in der Beratungsfolge, in den Bemühungen, weitere Einsparmöglichkeiten zu finden und umzusetzen, Ausdruck zu verleihen. Die Stadt Mayen, wie auch andere Städte und Kommunen, stehen mit ihrem Haushalt mit dem Rücken an der Wand. Die Übertragung immer wieder weiterer neuen Aufgaben von Bund und Land, sinkende Einnahmen bei Gewerbesteuer, erhöhte Kosten, insbesondere im Personalkostenbereich (rd. drei Millionen), notwendige Investitionen im KiTa-Bau, Sanierung Burg und etlichem und vielem mehr, machen die Vorlage und Verabschiedung von ausgeglichenen Haushalten schlicht und ergreifend unmöglich. Dem Bürger, insbesondere Hauseigentümer, Mieter, hier immer mehr und weiter zur Kasse zu bitten, sei es über die Grundsteuer oder dem wiederkehrenden Beitrag für den Straßenbau oder im Rahmen der Verabschiedung der Gestaltungssatzung für die Innenstadt werden wir nicht mitmachen. Wir werden unsere seit langer Zeit bereits erhobenen Forderungen zu unpopulären Maßnahmen erneuern und weiterverfolgen, sei es die Schließung der Erlebniswelten, evtl der Bücherei und vielem mehr. Auch die Standards sind zu hinterfragen, Bürokratie selbstverständlich abzubauen und nicht nur darüber zu reden. Die Personalkosten erdrücken uns (plus 3Millionen 2025 auf 28 Millionen!), auch hier muss auf die Bremse bei der Anzahl der Beschäftigten getreten werden, der Stellenplan zu durchforsten.

Der Einrichtung von Regio-Hubs und Maker-Space in Mayen im Rahmen des Förderprogrammes Smart-Region des Kreises haben wir gerne unsere Zustimmung erteilt, führt dies zu einer Aufwertung der Innenstadt, wenngleich zeitlich befristet. Die Maßnahmen innerhalb des Förderprogrammes Innenstadt-Impulse 2025 in einem angedachten Volumen von 550.000 Euro gilt vergleichbares, wobei der Wunsch und Forderung auf Umsetzung einer Gestaltungssatzung einer sehr ernsthaften inhaltlichen Überprüfung bedarf, soweit dies neuerlich mit finanziellen Belastungen der Grundstückseigentümer, insbesondere im Innenstadtbereich, verbunden ist.

Pressemitteilung der

FDP-Stadtratsfraktion Mayen

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Boomerang : In Güls wird ein Bäumchen gepflanzt das dann Generationen brauch um was für die Umwelt zu tun. Dafür klopft man sich dann selbst auf die Schulter, um davon abzulenken das gegenüber 35 in (Worten FÜNFUNDDREI?IG)...
  • Boomerang : Die Demokratie schützen in dem man Meinungen zensiert, Parteien verbieten will, die Bevölkerung spaltet, anders denkende diffamiert, den Willen einer Mehrheit missachtet und für demokratiefeindlich erklärt, Berichterstattung nur einseitig zulässt.

Bahnhof Engers wird barrierefrei

  • Gitta Meyer: Und wenn nur 2 ode 3 Menschen leicht an dem Zug ran und reinkommt ist es das wert. Ich habe einen Mann ,der behindert ist,und im Rollstuhl sitzt. Da sind mir die Mäuse egal. Es kann sich keiner vorstellen ,wenn.man nicht selbst betroffen ist.
  • Hildegard DÖTSCH : Wurde im Vorfeld geprüft, wieviel beeinträchtige Menschen täglich den Bahnhof/ die Züge nutzen würden/wollen? Die Rodung bringt eine Vielzahl an Vögel, die in den Birken lebten in Bedrängnis. Auch Kleintiere, Eidechsen, Mäuse etc.
Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Innovatives aus der VG Weißenthurm
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige
Stellenanzeige SHK-Anlagenmechaniker u. Kundendienstmonteur
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel

Neruwied. Ob am Telefon, an der Haustür oder im Internet: Betrüger entwickeln ihre Methoden ständig weiter und setzen gezielt auf Überraschung und Zeitdruck. Gerade ältere Menschen geraten dabei immer wieder ins Visier der Täter. Neben dem finanziellen Schaden leidet häufig auch das persönliche Sicherheitsgefühl. Gut ist: Das Gespür für diese Betrugsmaschen kann gezielt geschult werden, um sich wirksam zu schützen.

Weiterlesen

Rengsdorf/Waldbreitbach. Der Bürgerbus der Verbandsgemeinde Rengsdorf-Waldbreitbach ist ein wichtiges Projekt für die Mobilität älterer und hilfsbedürftiger Menschen – und Bürgermeister Pierre Fischer, seit dem 1. Januar im Amt, hat seine volle Unterstützung für das Team zugesagt. Zum persönlichen Austausch hat er das engagierte Team zu einem gemeinsamen Frühstück eingeladen und sich ausdrücklich für das großartige ehrenamtliche Engagement bedankt.

Weiterlesen

Neuwied. Der renommierte Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“ macht Station in Neuwied: Am 21. Februar 2026 findet der Regionalwettbewerb Andernach/Neuwied bei der Lohmann GmbH & Co. KG statt, die in diesem Jahr ihr 175-jähriges Bestehen feiert. Junge Forscherinnen und Forscher aus der Region präsentieren dort ihre innovativen Projekte einer Fachjury und der Öffentlichkeit.

Weiterlesen

Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Sonderseite Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Dienstleistungen
Dauerauftrag 2026
Lernfux
Närrische Preise
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0102#
Lustig, närrisch, kunterbunt
Stellenanzeige Rechtsanwaltsfachangestellte-/Bürokraft in Teilzeit
Umwelttechnologe
TRIPLE CHALLENGE
Imagewerbung
Stellenanzeige Logistikteam
Audi
Jubiläumsanzeige
Anzeige KW 7