SPD-Ortsverein Linz veranstaltete Diskussion über Migration und Integration
Hazem Albatrans Weg in die deutsche Gesellschaft
Gemeinsam für Vielfalt: Diskussion mit Betroffenen, nicht nur über Betroffene
Linz. Die Linzer SPD hat Bürgerinnen und Bürger eingeladen, über Migration und Integration mitzudiskutieren. Der junge Unkeler Hazem Albatran berichtete über seine Flucht aus Syrien, seinen Weg nach Deutschland und seine Erfahrungen vor Ort. Zu den etwa 25 Anwesenden zählten auch Mitglieder des Unkeler Vereins „Gemeinsam für Vielfalt e.V.“ um Klaus Schmitt und Rene Rondot, sowie Mitglieder des Förderkreises Integration in Linz um Dr. Bernhard Rami. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Linz, Uli Bieber, erzählte Hazem Albatran den Anwesenden über die Situation seiner Familie in Syrien während des Bürgerkriegs 2013, wie er und zwei Onkel zunächst in die Türkei und dann auf einer schwierigen und gefährlichen Flucht innerhalb von zwei Wochen über das Mittelmeer und die Balkan-Route nach Deutschland geflohen waren. Dort kam Hazem nach einigen Zwischenstationen schließlich in die Stadt Unkel, welche für ihn mittlerweile zur Heimat geworden ist, wie er selbst sagt. Nach zwei Jahren kam ein Großteil seiner Familie im Rahmen der Familienzusammenführung auch nach Deutschland. Er und seine Familie wurden in Unkel herzlich aufgenommen und immer von hilfsbereiten Menschen unterstützt. Seit zwei Jahren engagiert Hazem sich nun selbst in dem Verein „Gemeinsam für Vielfalt e.V.“ und hilft Bürgerprojekte und Integration in Unkel zu fördern. Die Familie stellt ein Beispiel für gelungene Integration dar, darin sind sich alle Anwesenden einig. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten viel über die Integration von Flüchtlingen und die damit verbundenen Herausforderungen, wie z.B. Überwindung von Sprachbarrieren oder Schwierigkeiten mit deutschen Behörden. Auch die Ehrenamtlichen, die Geflüchtete in Unkel und Linz unterstützen, kamen zu Wort und informierten über die aktuelle Situation. Uli Bieber zog am Ende des Abends ein positives Fazit: „Wir konnten heute Abend mit vielen unterschiedlichen Bürgerinnen und Bürgerinnen aus der Region - vor allem aber mit Betroffenen und nicht über Betroffene - über ein wichtiges Thema diskutieren, das uns weiter beschäftigen wird.“
Pressemitteilung
SPD-Ortsverein Linz
