SPD Bendorf lud zur Führung über das ehem. Gelände der Concordiahütte
Heinz Scherer und „seine“ Concoridahütte
Bendorf. Die Concordiahütte war und ist den Bendorfern ein Begriff. Zugleich werden rauchende Hochöfen, Arbeiter mit verrußter Kleidung und geschmolzenes Eisen oder Stahl damit in Verbindung gebracht. Doch dieses klassische Bild der industrialisierten Welt aus dem 19. und 20. Jahrhundert ist nicht mehr aktuell und so auch nicht mehr im Bendorfer Stadtteil Mülhofen anzutreffen. Vielmehr ist das ehemalige Gelände der Concordiahütte in ein Wohngebiet und ein Gewerbegebiet umstrukturiert worden. Um sich diese Entwicklung nochmals näher zu beleuchten, machten die Stadtratskandidatinnen und -kandidaten der SPD sowie interessierte Bürger eine Besichtigung des ehemaligen Geländes der Concordiahütte. Heinz Scherer, der bereits in den jungen 1950er-Jahren auf der Concordiahütte seinen beruflichen Werdegang begann, war bei der Umstrukturierung des Geländes dabei. Er konnte die Gruppe daher fachmännisch über das Areal geleiten und wusste dabei so einiges aus dem Nähkästchen zu erzählen. Ausgangspunkt der Führung war das Gebäude der einstmaligen Modellschreinerei. Das sehr eindrucksvolle Industriegebäude war auch das erste, dass 1838 errichtet wurde und somit den Anknüpfungspunkt für die weitere Entwicklung bot. Zu damaligen Zeiten befand sich an dieser Stelle auch ein recht primitiver erster Hochofen. Von den historischen Daten und Fakten schlug Heinz Scherer gekonnt die Brücke bis zur Schließung des Betriebs und der daraus resultierenden Umstrukturierung des Geländes.
Auch der Gewerbepark wurde von den Interessierten in Augenschein genommen, der viele neue Arbeitsplätze geschaffen hat und wichtig für den Wirtschaftsstandort Bendorf ist. Abschließend dankte Karl-Rudolf Goergen, 1. Vorsitzender der SPD Bendorf, Heinz Scherer für seine leidenschaftliche und äußerst fachkundige Führung. Auch am Tag des offenen Denkmals wird es sicherlich eine Führung rund um das Industriedenkmal Concordiahütte geben.